Aktualisiert

Wieder eine Entführung im Jemen

Fünf Italiener sind von Stammesmitgliedern im Norden Jemens entführt worden. Dies verlautete aus Sicherheitskreisen in Sanaa.

Einen Tag nach der Freilassung der deutschen Familie Chrobog wurden am Neujahrstag fünf italienische Touristen verschleppt.

Drei Frauen der Touristengruppe, die von den Entführern nach wenigen Stunden zunächst freigelassen worden waren, kehrten kurze Zeit später freiwillig in Geiselhaft zurück. Nach Angaben der jemenitischen Behörden hatten sie sich der Trennung von ihren männlichen Begleitern widersetzt.

Die Geiselnehmer wollen die Freilassung inhaftierter Stammesangehöriger erzwingen. Das italienische Aussenministerium richtete in Rom einen Krisenstab ein, um die Bemühungen um eine Lösung in dem Entführungsfall zu koordinieren.

Die Italiener wurden in der ostjemenitischen Provinz Marib von Mitgliedern des El-Saidi-Stammes entführt, wie die Deutsche Presse- Agentur dpa aus Stammeskreisen erfuhr. Als Konsequenz aus den jüngsten Entführungen von Touristen entliess die Regierung in Sanaa zwei Provinzgouverneure. (dapd)

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