Aktualisiert 28.04.2020 15:20

Good News

Wieder kein Walfang auf Island in diesem Jahr

Zum zweiten Mal hintereinander setzt Island in diesem Sommer die Walfang-Saison aus. Eines der beiden in dem Land noch aktiven Walfang-Unternehmen will nun endgültig aufhören.

1 / 4
Die isländische Walfanggesellschaft Hvalur wird die Waljagd in diesem Sommer zum zweiten Mal in Folge auslassen.

Die isländische Walfanggesellschaft Hvalur wird die Waljagd in diesem Sommer zum zweiten Mal in Folge auslassen.

Keystone
Dies ist zum Teil auf das Coronavirus  zurückzuführen: Wegen des Social Distancing ist es nahezu unmöglich, das Fleisch der Meeressäuger zu verarbeiten.

Dies ist zum Teil auf das Coronavirus zurückzuführen: Wegen des Social Distancing ist es nahezu unmöglich, das Fleisch der Meeressäuger zu verarbeiten.

Keystone
Der kommerzielle Walfang wurde im Jahr 2006 wieder gestartet.

Der kommerzielle Walfang wurde im Jahr 2006 wieder gestartet.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Der Walfang vor Island wurde nach einem Stopp 2003 wieder aufgenommen.
  • Nun will Island auch dieses Jahr auf den Walfang verzichten.
  • Grund ist die Preispolitik sowie die Coronavirus-Krise.

Wie im Vorjahr werden auf Island auch in diesem Sommer keine Wale gefangen. Das Walfangunternehmen Hvalur, das als einziger Betrieb Finnwale für den Export nach Japan fängt, wird zum zweiten Mal in Folge keine Wale jagen und auch kein Walfleisch in Island verarbeiten.

Dies berichtete der isländische Rundfunksender RÚV. Grund für den erneuten Schritt ist demnach, dass in Japan die Produkte inländischer Unternehmen subventioniert werden, weshalb es für die Isländer schwierig sei, mit den Japanern zu konkurrieren. Wegen der Abstandsregelungen im Zuge der Coronavirus-Krise sei es zudem nahezu unmöglich, das Fleisch der Meeressäuger zu verarbeiten. Die Arbeiter in den Walfangstationen müssten räumlich sehr eng zusammenarbeiten.

Der Inselstaat gehört neben Norwegen und Japan zu den wenigen Ländern, die kommerziellen Walfang betreiben. Die Waljagd in isländischen Gewässern war nach einer mehrjährigen Unterbrechung im Jahr 2003 zu wissenschaftlichen Zwecken wieder aufgenommen worden. Der kommerzielle Walfang wurde im Jahr 2006 wieder gestartet.

Walfang in Island

Der Walfang ist heute eine industrielle Angelegenheit. Die Tiere werden mit Echolot- und Radargeräten aufgespürt und schon auf hoher See vollständig verarbeitet. Zum Schutz der Wale trat 1986 das kommerzielle Walfangverbot international in Kraft (Moratorium). Island hat seither über 1700 Wale getötet (Finnwale, Zwergwale und Seiwale), weil es dieses Verbot nicht anerkennt.

Aktuell geben nur 1,5% der isländischen Bevölkerung an, regelmässig Walfleisch zu kaufen. Das meiste landet hier auf den Tellern von Touristen. Fast das gesamte Finnwalfleisch wird nach Japan exportiert.

(SDA)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
27 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Dany

19.05.2020, 07:46

Das muss endlich aufhören mit dem Walfang aufhören es wäre gut das man die Wale sich erholen könnte das es wieder genügte Wale gibt was würde Island und Japan machen wenn es auf der Welt keine Wale mehr geben würde? Alle diese Tiere auf Erden haben seine Nahrung und wenn der Mensch diese Nahrung den Tieren wegnimmt wird es Krank weil es eine bestimmte Nahrung fehlt alle diese Tiere auf Erden machen unsere Natur von Farben her schön und sie haben das gleiche recht wie wir Menschen auch.

Luca wahl

06.05.2020, 11:20

Warum muss man die se Tiere fangen?? Ich würde mich nie trauen walgleisch zu essen. Diese Tiere sind sehr bedroht. Und das ist auch verboten und in Japan wird das so oft gemacht. Warum tut dagegen keiner was❤️😳😱😰😡😠😠🤯🤯😩😨😤 Die Walfänger interessiert nicht was die Tiere denken oder fühlen. Sie machen es nur um Geld zu verdienen. Außerdem wird dadurch die Nahrungskette zerstört, sowie die Wale ausgerottet! 🤯😳😰😨😠😩😭😱😡

Fredy

01.05.2020, 08:19

Die Walen und Delphine gehören der Natur somit der Menschheit und nicht gratis der Kosmetik-Industrie für die Islands-Walfang-Industrie arbeitet. Europa ist die grösste Umweltzerstörerin.