Aktualisiert 07.06.2007 14:23

Wieder regnet es Felsen im Calancatal

Im Felssturzgebiet des Südbündner Calancatales sind erneut rund 30 000 Kubikmeter Gestein abgebrochen.

Der zweite Felssturz in dieser Woche ereignete sich am Donnerstagnachmittag südlich von Arvigo. Niemand wurde verletzt.

Der grösste Teil der abgestürzten Felsmasse habe sich im darunter liegenden Steinbruch abgesetzt, sagte Marco Weisshaupt vom Bündner Tiefbauamt auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Einzelne kleine Steine erreichten die derzeit gesperrte Kantonsstrasse, richteten aber keine Schäden an.

Der Fels im Hang auf der rechten Talseite ist nach wie vor in Bewegung. Geologen erwarten, dass noch rund 150 000 Kubikmeter loses Gestein in nächster Zeit stückweise abbrechen. Bereits in der Nacht auf Dienstag waren rund 30 000 Kubikmeter Fels ins Tal gestürzt. Ein riesiger Brocken beschädigte die Kantonsstrasse stark.

Der nach starken Verschiebungen erwartete grosse Felssturz begann in der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag mit dem Abbruch von rund 200 000 Kubikmetern Gestein. Rund 400 Personen im nördlichen Calancatal waren eine Woche von der Umwelt abgeschnitten, bis eine provisorische Umfahrungsstrasse eröffnet wurde.

(sda)

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