Serie geht weiter: Wieder starkes Erdbeben vor der Küste Japans
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Serie geht weiterWieder starkes Erdbeben vor der Küste Japans

In Japan bebte die Erde erneut. Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 7,3 und betrifft den Norden des Landes. Die Gegend rund um Fukushima ist betroffen. Es wurde kurzfristig eine Tsunami-Warnung ausgerufen.

Der Nordosten Japans ist am Sonntag erneut von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Grössere Schäden blieben aber offenbar aus. Bewohner der Küstenregion wurden am Morgen zunächst aufgefordert, wegen eines möglichen Tsunamis die Gegend zu verlassen. Auch das vor vier Monaten schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi wurde evakuiert. Etwa zwei Stunden nach dem Beben der Stärke 7,3 wurde jedoch Entwarnung gegeben.

Das Zentrum lag nach Angaben der Behörden vor der Küste der japanischen Hauptinsel Honshu in einer Tiefe von 30 Kilometern. Für die bereits im März von einem Tsunami verwüstete Nordostküste wurde zunächst eine bis zu einen halben Meter hohe Flutwelle vorausgesagt. Als die ersten Wellen nach dem Beben um 9.57 Uhr (Ortszeit) jedoch nur eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreichten, konnten die Einwohner der Region wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Fukushima sicher

Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi kam es offiziellen Angaben zufolge zu keinen weiteren Unregelmässigkeiten, obwohl die dort arbeitenden Menschen kurzzeitig in Sicherheit gebracht werden mussten. Auch an den Flughäfen der betroffenen Region habe der Betrieb ohne grössere Einschränkungen fortgeführt werden können.

Seit dem schweren Erdbeben am 11. März ist es im Nordosten Japans mehrfach zu starken Nachbeben gekommen. Viele der noch stehenden Häuser sind bereits beschädigt und für weitere Erschütterungen daher besonders anfällig. Das japanische meteorologische Institut hatte die Tiefe des Erdbebens am Sonntag zunächst mit zehn Kilometern und die Stärke des Bebens mit 7,1 festgelegt. Die Angaben wurde später jedoch korrigiert.

(dapd)

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