FC Thun und FC Sion – wer sichert sich den Super-League-Platz?
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Saison-Showdown Wiederaufstieg oder Rettung – wer sichert sich den Super-League-Platz?

Die Barrage steht an. In zwei Spielen wird der Superligist ermittelt. Am Donnerstagabend empfängt im Hinspiel Thun den FC Sion. Wie gehen die Trainer damit um?

von
Sophie Klein
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Die Thuner hatten in der Saison schon öfters Grund zum Feiern. Ob sie sich mit dem Aufstieg in die Super League selbst die Krone aufsetzen?

Die Thuner hatten in der Saison schon öfters Grund zum Feiern. Ob sie sich mit dem Aufstieg in die Super League selbst die Krone aufsetzen?

Urs Lindt/freshfocus
FC Thun-Coach Carlos Bernegger hat nach dieser starken und intensiven Saison auf jeden Fall gut lachen.

FC Thun-Coach Carlos Bernegger hat nach dieser starken und intensiven Saison auf jeden Fall gut lachen.

Martin Meienberger
Der 52-Jährige glaubt fest an sein Team, dessen Stärken er in der Ambition, dem Fokus und der Bodenständigkeit sieht. 

Der 52-Jährige glaubt fest an sein Team, dessen Stärken er in der Ambition, dem Fokus und der Bodenständigkeit sieht.

freshfocus

Darum gehts:

  • Am Donnerstagabend ist das erste Spiel der Barrage zwischen dem FC Thun und dem FC Sion.

  • Die Thuner sind heiss und möchten zurück in die Swiss Super League.

  • Sion möchte dem Abstieg noch ein letztes Mal von der Kippe springen.

Ein Knistern liegt in der Luft. Denn es ist wieder Barrage-Zeit. Für den Zweitplatzierten FC Thun der Challenge League und den Neuntplatzierten FC Sion der Super League finden in den kommenden Tagen die wohl heissesten Spiele der ganze Saison statt. Die beiden Mannschaften stehen sich im Showdown um die Super League gegenüber. Was für ein Ziel beide Teams verfolgen, ist klar, doch wer kann sich in den Endspielen für die kommende Saison durchsetzen?

Der FC Thun kennt die Barrage-Situation bereits. Vor einem Jahr stand das Team von Carlos Bernegger an der Stelle des FC Sion. Sion hatte sich damals mit einem Punkt mehr als die Thuner aus dem brenzligen Abstiegskampf gerettet. Und Thun? Ja, die mussten sich damals dann gegen Vaduz geschlagen geben und stiegen in die zweithöchste Liga ab.

Der Aufstieg wäre die Krone für eine intensive und überragende Saison

Und dieses Jahr der umgekehrte Weg? So ist Thun wieder auf einem guten Weg ins Oberhaus des Schweizer Fussballs. Das Team von Trainer Carlos Bernegger hat eine starke Saison gespielt. Mit 64 Punkten konnten sie den zweiten Platz ergattern und fiebern nun dem grossen Finale ihrer Saison entgegen. Denn sie möchten wieder oben mitspielen!

Den Schlachtplan für die beiden kommenden Spiele beschreibt Coach Bernegger im Gespräch mit 20 Minuten so: «Wir werden defensiv sicherlich gefordert sein und wir müssen offensiv brutal effizient sein. Wir müssen sehr gut gegen den Ball agieren und mit dem Ball sehr diszipliniert und abgeklärt handeln.» Weiter betont er: «Mit dem Sieg Sions gegen Basel wurde bei ihnen neue Energie freigesetzt und darauf müssen wir natürlich auch vorbereitet sein.»

Doch neben all dem Trubel um die Barrage, weiss Bernegger zu schätzen, was seine Mannschaft bislang geleistet hat. Seine realistische, ambitionierte und fokussierte Art, hat ihn und das Team dahin gebracht, wo sie heute stehen. Für Bernegger wäre der Aufstieg in die Super League nur die «Krone für eine intensive und überragende Saison» seines Teams. Der bodenständige 52-Jährige nimmt all das nicht für selbstverständlich hin. Deshalb liegt ihm nicht nur der Sieg, sondern die Entwicklung des gesamten Vereins am Herzen. Denn: «Unabhängig vom Ergebnis, wird Thun eine andere Wahrnehmung in der Region erlangen. Und deshalb ist es sehr wichtig, was wir geschafft haben. Die Menschen werden, egal, ob wir aufsteigen oder weiterhin in der Challenge League spielen, sehr stolz auf den Club sein.»

«Nächstes Jahr sehen wir uns alle im Stadion in der Super League»

Auch für den FC Sion geht es um alles. Das Team von Trainer Marco Walker musste in der aktuellen Saison viel einstecken. Lange waren sie auf dem letzten Platz der Super League festgehangen. Kurz vor knapp schafften sie es dann aber doch, wenn auch mit etwas Glück, den Abstiegsplatz hinter sich zu lassen. Mit 38 Punkten belegen sie den neunten Platz der Super League. Sie konnten in dieser Saison lediglich acht Mal als Sieger vom Platz gehen. So auch am vorletzten Spieltag gegen den FC Basel. Doch trotz des Sieges hielt sich die Freude der Walliser in Grenzen. Walker sagt: «Für mich, wie auch für viele Spieler im Kader, ist klar gewesen: Wir haben das Minimum getan.»

Nun geht es für das Team in den Super-League-Endspurt. Die Walliser möchten um jeden Preis den Klassenerhalt schaffen. Wie das geht? Trainer Walker hat da so seine eigene Taktik. Und die beginnt bei ihm selbst. «Als Trainer muss man ruhig bleiben, sonst riskiert man, sich zu verlaufen. Und wenn es dazu kommt, dann helfe ich niemandem und vor allem nicht dem Team.» Und genau diese Nervenstärke hat der Schweizer bereits in den vorangegangen Spielen gezeigt. Cool, fokussiert und immer mit einem Funken Hoffnung, es doch noch zu schaffen, macht der Trainer dann auch noch eine Kampfansage mit Happy End : «Wir werden in diesem Stechen wirklich alles geben» und weiter «Nächstes Jahr sehen wir uns alle im Stadion in der Super League.»

Ob das alles so eintrifft? Wir werden es sehen. Am Donnerstag um 20.30 Uhr im Hinspiel, wenn Thun Sion empfängt. Das Rückspiel findet dann am kommenden Sonntag statt. Wen werden wir wohl in der nächsten Saison in der Super League sehen?

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