Nizza als Vorbild: Wiener Attentäter (20) wollte in Kirchen Opfer köpfen

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Nizza als VorbildWiener Attentäter (20) wollte in Kirchen Opfer köpfen

Der 20-jährige IS-Sympathisant, der am 2. November vier Menschen in Wien getötet hat, wollte gemäss Angaben des Innenministers auch in Kirchen Opfer suchen.

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Die österreichische Regierung hat entschieden, radikale Moscheen zu schliessen. Im Bild: Bewaffnete Polizisten patrouillieren durch Wien.

Die österreichische Regierung hat entschieden, radikale Moscheen zu schliessen. Im Bild: Bewaffnete Polizisten patrouillieren durch Wien.

REUTERS
6. November
6. November

«Sie war eine liebende Lebenspartnerin, Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte, Tante, Cousine» - die Schwester der getöteten 44-jährigen Österreicherin drückt ihre Trauer in einem öffentlichen Brief aus.

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Polizisten patrouillieren auch am Tag nach dem Terroranschlag durch Wien. Mittlerweile ist bekannt, dass auch ein Schweizer beim Angriff leicht verletzt wurde.

Polizisten patrouillieren auch am Tag nach dem Terroranschlag durch Wien. Mittlerweile ist bekannt, dass auch ein Schweizer beim Angriff leicht verletzt wurde.

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Darum gehts

  • In Österreich werden Kirchen verstärkt geschützt.

  • Gemäss Behördenangaben wollte der Wiener Attentäter Personen in Kirchen töten.

  • «Wir können nur gemeinsam als Gesellschaft gegen den Terror kämpfen», sagt Innenminister Karl Nehammer.

Das Vorbild des 20-jährigen Täters war offenbar der Anschlag auf die Basilika Notre Dame in Nizza (Frankreich) Ende Oktober. Bei dem Attentat war auch eine Frau geköpft worden. Wie Innenminister Karl Nehammer am heutigen Donnerstag bekanntgab, werden Kirchen nun verstärkt geschützt werden.

Zudem werden nun auch vermehrt Eingreiftruppen der Cobra zur Terrorabwehr in den Städten im Einsatz sein. Diese sollen bei möglichen Angriffen den oder die Täter schnell ausschalten können und das Sicherheitsgefühl bei der Bevölkerung verstärken.

«Werden unsere Freiheiten nicht aufgeben»

«Wir können nur gemeinsam als Gesellschaft gegen den Terror kämpfen», stellte Nehammer bei einer Medienkonferenz klar. «Unsere Freiheiten werden wir auf keinen Fall für den Terror aufgeben». «Wenn es Wahrnehmungen der Menschen gibt, dann immer gleich melden und 133 rufen».

Innenminister Nehammer gab auch zu verstehen, dass Österreich «in einer heiklen Phase» sei. Zudem warnte er auch vor möglichen Nachahmungstätern. Laut Franz Ruf, dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, werden die Orte der Religionsausübung nun verdeckt und offen in Uniform bewacht.

Bist du oder jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

(wil/woz)

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