Aktualisiert 12.12.2006 07:43

Wii schlägt PS3 um Längen

Nintendo dürfte 2006 vier Millionen neue Wii-Konsolen verkaufen. Das Nachsehen hat Sony mit der PS3 – wenn diese überhaupt erhältlich ist.

Seit Verkaufsstart im November ging die Wii-Konsole weltweit mehr als eine Million Mal über die Ladentheken. Allein in den USA setzte Nintendo im November 476 000 Geräte ab. Sony musste sich mit 197 000 verkauften Konsolen begnügen, wie das US-Marktforschungsinstitut NPD ermittelt hat. Schuld daran seien vor allem die noch bis März 2007 anhaltenden Lieferprobleme bei den Blu-Ray-Laufwerken.

Der schleppende Start der Playstation 3 ist für Sony doppelt ärgerlich: Mit jedem Gerät verliert der Konzern geschätzte 380 Franken, zitiert die «Financial Times Deutschland» Berechnungen der Investmentbank Merrill Lynch.

Erst nach dem weiteren Verkauf von bis zu 30 Videospielen erziele Sony einen Gewinn. Die Wii werde hingegen kostendeckend verkauft, heisst es bei Nintendo.

Brigitte Moor von Sony Schweiz macht gute Miene zum bitteren Spiel: «Klar wäre es besser, wenn wir die PS3 im Weihnachtsgeschäft hätten.» Gut liefen aber die Vorgängermodelle PS2 und PSP, welche durch Bundles inklusive Games promotet würden.

Microsoft: Probleme mit der Xbox

Schon nach wenigen Tagen seien manche Xbox-360-Spielkonsolen defekt: Das zeigt ein Bericht im heutigen «Kassensturz» (SF1, 21.05 Uhr) auf. Peinlich für die Firma Microsoft, welche die Konsole mit grossem Wirbel beworben hatte. Immerhin: Der Reparaturservice funktioniere. Microsoft sagt, es handle sich um weniger als drei Prozent defekte Geräte.

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