Gegen Urheberrechtsreform: Wikipedia schaltet am 21. März für einen Tag ab

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Gegen UrheberrechtsreformWikipedia schaltet am 21. März für einen Tag ab

Der Widerstand gegen die geplante EU-Reform des Urheberrechts wächst. Nun schliessen sich auch die Macher der deutschen Wikipedia-Seite an.

von
scl
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Youtube-Stars wie Gronkh wollen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform, der Uploadfilter vorsieht, nicht einfach so hinnehmen. Sie haben zu Demonstrationen aufgerufen.

Youtube-Stars wie Gronkh wollen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform, der Uploadfilter vorsieht, nicht einfach so hinnehmen. Sie haben zu Demonstrationen aufgerufen.

Getty Images/Franziska Krug
Gaming-Youtuber Unge, mit über zwei Millionen Abonnenten, spricht sich für europaweite Proteste aus.

Gaming-Youtuber Unge, mit über zwei Millionen Abonnenten, spricht sich für europaweite Proteste aus.

Bereits im Oktober 2018 hatte sich Susan Wojcicki, CEO von Youtube, an die Community gewandt und zu Protesten gegen die EU-Urheberrechtsreform aufgerufen. Denn die in Artikel 13 vorgesehenen Uploadfilter könnten verheerende Auswirkungen auf Youtube haben.

Bereits im Oktober 2018 hatte sich Susan Wojcicki, CEO von Youtube, an die Community gewandt und zu Protesten gegen die EU-Urheberrechtsreform aufgerufen. Denn die in Artikel 13 vorgesehenen Uploadfilter könnten verheerende Auswirkungen auf Youtube haben.

epa/Google Inc. / Handout

«Am 21. März 2019 wird die deutschsprachige Wikipedia für 24 Stunden aus Protest gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform nicht erreichbar sein»: Mit diesen Worten kündigte Wikipedia-Autor Thomas Planinger auf Twitter die ungewöhnliche Aktion an.

Gegen die EU-Urheberrechtsreform, über die vom 25. bis zum 28. März im EU-Parlament abgestimmt werden wird, laufen Kritiker bereits seit langen Sturm. Nun schliessen sich auch die Wikipedia-Autoren an, wie SRF berichtet. Ihren Entscheid haben die Autorinnen und Autoren in einem Beschluss festgehalten. Statt den gesuchten Artikeln werden die Leser einen Hinweis auf die Problematik des neuen Gesetzes zu sehen bekommen.

Uploadfilter gefürchtet

Grundsätzlich soll die Copyright-Reform das EU-Urheberrecht an das digitale Zeitalter anpassen. Durch Artikel 13 sollen auch Plattformen wie Youtube stärker in die Pflicht genommen werden, damit weniger urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis im Netz landen. Dies dürfte allerdings nur mit Uploadfiltern umsetzbar sein.

Das Problem: Diese Filter sind teuer und fehleranfällig, da sie eher zu streng urteilen dürften, denn die Plattformen wollen kein Risiko eingehen, wegen verbotener Inhalte zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Ausserdem steht das Leistungsschutzrecht für Presseverleger im Fokus. Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News sollen danach nicht mehr wie bisher ohne Weiteres Überschriften oder Ausschnitte von Pressetexten in ihren Ergebnissen anzeigen dürfen. Sie bräuchten eine Erlaubnis der Verlage und müssten gegebenenfalls dafür zahlen. (scl/sda)

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