Aktualisiert 21.03.2019 07:44

24 Stunden offline

Wikipedia streikt aus Protest gegen EU-Gesetz

Aus Protest gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform ist die deutschsprachige Seite der Online-Enzyklopädie heute nicht abrufbar.

von
kat
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Youtube-Stars wie Gronkh wollen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform, der Uploadfilter vorsieht, nicht einfach so hinnehmen. Sie haben zu Demonstrationen aufgerufen.

Youtube-Stars wie Gronkh wollen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform, der Uploadfilter vorsieht, nicht einfach so hinnehmen. Sie haben zu Demonstrationen aufgerufen.

Getty Images/Franziska Krug
Gaming-Youtuber Unge, mit über zwei Millionen Abonnenten, spricht sich für europaweite Proteste aus.

Gaming-Youtuber Unge, mit über zwei Millionen Abonnenten, spricht sich für europaweite Proteste aus.

Bereits im Oktober 2018 hatte sich Susan Wojcicki, CEO von Youtube, an die Community gewandt und zu Protesten gegen die EU-Urheberrechtsreform aufgerufen. Denn die in Artikel 13 vorgesehenen Uploadfilter könnten verheerende Auswirkungen auf Youtube haben.

Bereits im Oktober 2018 hatte sich Susan Wojcicki, CEO von Youtube, an die Community gewandt und zu Protesten gegen die EU-Urheberrechtsreform aufgerufen. Denn die in Artikel 13 vorgesehenen Uploadfilter könnten verheerende Auswirkungen auf Youtube haben.

epa/Google Inc. / Handout

Anfang März wurde es angekündigt, jetzt ist es soweit: Die deutschsprachige Wikipedia ist für 24 Stunden am heutigen 21. März nicht erreichbar. Damit protestiert die Online-Enzyklopädie gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform.

Grundsätzlich soll die Copyright-Reform das EU-Urheberrecht an das digitale Zeitalter anpassen. Durch Artikel 13 sollen auch Plattformen wie Youtube stärker in die Pflicht genommen werden, damit weniger urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis im Netz landen. Dies dürfte allerdings nur mit Uploadfiltern umsetzbar sein.

Teure Filter

Das Problem: Diese Filter sind teuer und fehleranfällig, da sie eher zu streng urteilen dürften, denn die Plattformen wollen kein Risiko eingehen, wegen verbotener Inhalte zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Ausserdem steht das Leistungsschutzrecht für Presseverleger im Fokus. Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News sollen danach nicht mehr wie bisher ohne Weiteres Überschriften oder Ausschnitte von Pressetexten in ihren Ergebnissen anzeigen dürfen. Sie bräuchten eine Erlaubnis der Verlage und müssten gegebenenfalls dafür zahlen.

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