Wila ZH: Frau schüttelte Kind zu Tode

Aktualisiert

Wila ZH: Frau schüttelte Kind zu Tode

Nach dem Tod eines 5-jährigen Mädchens im Mai 2006 wird die Lebenspartnerin des Vaters wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die damals 22-Jährige hatte das Kind heftig geschüttelt.

Dies hatte sie während einer Einvernahme im Sommer 2006 zugegeben, wie Staatsanwalt Manuel Kehrli Meldungen der den Zeitungen «Der Landbote» und «Zürcher Oberländer» bestätigte.

Ausserdem werden der Frau Verletung der Fürsorge- und Erziehungspflichten, einfache Körperverletzung sowie mehrfache Tätlichkeiten vorgeworfen. Wegen dieser drei Delikte müssen sich auch der damals 40-jährige Vater des Mädchens sowie eine weitere Frau, die zur Tatzeit im selben Haus wohnte, vor Gericht verantworten.

Die Anklage bezieht sich laut Kehrli auch auf Vorkommnisse im Zusammenhang mit der älteren Schwester des Mädchens. Zum genauen Tatvorwurf wollte er sich aber nicht äussern.

Zuerst Treppensturz angegeben

Für den Vater und seine Lebenspartnerin fordert der Staatsanwalt Freiheitsstrafen, die mehr als ein Jahr dauern, sowie Bussen. Für die dritte Beschuldigte beantragt er eine bedingte Freiheitsstrafe, die kürzer als ein Jahr dauert, sowie eine Busse. Das gesetzliche Strafmaximum beträgt bei den Delikten drei Jahre.

Das knapp 5-jährige Mädchen war im Mai 2006 mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert worden, wo es im Laufe der Nacht starb. Der Polizei war damals gemeldet worden, dass sich das Kleinkind bei einem Treppensturz an seinem Wohnort schwere Verletzungen zugezogen hatte.

Da aber für die Polizei die Umstände, die zu den Verletzungen und zum Tod des Kindes führten, unklar waren, wurden der Vater und dessen Lebenspartnerin verhaftet.

(sda)

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