Basel: Wilde Grillierer bereiten Förstern Sorgen
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BaselWilde Grillierer bereiten Förstern Sorgen

Ab an den Grill! Das schöne Wetter lockt Grillfreunde nach draussen – immer öfter abseits der offiziellen Feuerstellen. Die Förster freut das gar nicht.

von
Anna Luethi
Unrat und verkohlte Erde: Der stv. Allschwiler Revierförster Christian Kleiber zeigt eine Wildgrill-Stelle. (Foto: lua)

Unrat und verkohlte Erde: Der stv. Allschwiler Revierförster Christian Kleiber zeigt eine Wildgrill-Stelle. (Foto: lua)

Die Karte ist voller roter Kreuze: Vergangenes Wochenende haben im Allschwiler Wald wieder zahlreiche Besucher illegal grilliert. «Es gibt über ein Dutzend offizielle Feuerstellen – aber sobald es warm wird, werden mindestens ebenso viele unerlaubte Stellen genutzt», sagt der stellvertretende Allschwiler Revierförster Christian Kleiber. Der Flurpolizist markiert die illegalen Grillplätze jeweils, danach räumen die Leute vom Forstrevier die Stelle möglichst rasch auf: «Sonst sind ganz schnell Nachahmer da, die die illegale Stelle nutzen», so Kleiber. In den letzten Jahren habe das Wild-grillieren extrem zugenommen.

Das bestätigt auch Mattiu Cathomen, Revierförster der Bürgergemeinde Basel: «Wälder, an die man mit dem Auto direkt ranfahren kann, sind prädestiniert für solche Eskapaden.» Die illegalen Feuerstellen machen den Boden und die umliegende Vegetation kaputt. Häufig würden zudem kleine Bäume als Wurststecken missbraucht. Auch auf den Grünflächen in der Stadt sind die Spuren der wilden Grillierer sichtbar: «Es ist zwar erst Anfang der Saison, aber es gibt bereits erste Brandflecken», sagt Yvonne Aellen von der Stadtgärtnerei. Nun überlege man sich, Flyer zum korrekten Grillieren zu verteilen.

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