Basel: Queere und trans Personen besetzen Haus an Hardstrasse

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Basel«Wilde Horde von Queers und trans Personen» besetzt Haus

In Basel wurde eine leerstehende Liegenschaft über Nacht von einer Gruppe von Queers und trans Personen besetzt. Sie würden bei der Wohnungssuche diskriminiert, sagen sie. 

von
Lukas Hausendorf
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In der Nacht auf Dienstag haben Aktivistinnen und Aktivisten ein leeres Haus besetzt.

In der Nacht auf Dienstag haben Aktivistinnen und Aktivisten ein leeres Haus besetzt.

Jeanne Dutoit/ 20M
Das Mehrfamilienhaus steht im Basler Gellet-Quartier.

Das Mehrfamilienhaus steht im Basler Gellet-Quartier.

Jeanne Dutoit/ 20M
20 Minuten/Jeanne Dutoit

In der Nacht auf Dienstag haben Aktivisten in Basel ein Mehrfamilienhaus an der Hardstrasse 99 im Gellert-Quartier besetzt. Es handelt sich dabei um eine «wilde Horde von Queeren und trans Personen», wie die Gruppe sich in einer Mitteilung selbst bezeichnet. Die Liegenschaft, die sie in Beschlag genommen haben, stehe sei über zehn Jahren leer. «Wir sind empört, dass Hausbesitzende das Recht haben, so viel Platz und Wohnraum so lange ungenutzt zu lassen.»  

In ihrem Bekennerschreiben machen sie geltend, dass sie als gendernonkonforme Personen besonders mit Wohnungslosigkeit zu kämpfen hätten. Sie würden als marginalisierte Gruppe bei der Wohnungssuche strukturell diskriminiert und seien überdurchschnittlich von Armut betroffen. 

Eigentümer will sanieren

Ob der Eigentümer, ein Architekt, bereits Strafanzeige gestellt hat, um eine Räumung veranlassen zu können, ist noch nicht bekannt. Er konnte noch nicht erreicht werden. Der Basler Kantonspolizei war die Besetzung bis zur Anfrage dieser Zeitung am Dienstagmorgen nicht bekannt.  

Für die Liegenschaft ist aktuell ein Baubegehren pendent, das am Mittwoch publiziert wird, wie beim Basler Baudepartement zu erfahren war. Vorgesehen ist demnach eine Gesamtsanierung mit Anbau, Dachstockumbau und der Erstellung von Balkonen.

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