Wilde Plakate: Thun droht mit Bussen
Aktualisiert

Wilde Plakate: Thun droht mit Bussen

Weg mit den illegalen Plakaten: Die Stadt Thun will den Wildwuchs bekämpfen und droht mit Bussen. Veranstalter reagieren verärgert.

«Es herrscht ein regelrechter Wildwuchs», ärgert sich der Thuner Gewerbeinspektor Robert Romann: Öffentliche Anlagen werden trotz Verbot mit Plakaten zugepflastert. Jetzt greift die Stadt durch: «Bürger haben sich beschwert. Die wilde Plakatiererei hat zugenommen», begründet Romann. Wer im nächsten Jahr noch illegale Plakate aufhängt, muss mit Bussen bis zu 5000 Franken rechnen. Die Stadt verweist die Veranstalter auf die zehn öffentlichen Plakatwände.

«Das ist ein Armutszeugnis», wettert Pädu Anliker vom Café Mokka. «Wie sollen wir Kultur denn noch bewerben?» Obwohl er von der Stadt subventioniert wird, reiche das Geld nicht für kommerzielle Werbung. «Die Alternativen genügen nicht», nervt sich auch Partyveranstalter Beat Hofer. Er fordert bewirtschaftete Plakatsäulen, wie sie in anderen Städten längst üblich seien. Hofer: «Die Plakate sind ein Teil des Thuner Kulturlebens.»

Daniel Barben

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