Basler Fasnächtler: «Wilde tun der Fasnacht gut»
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Basler Fasnächtler«Wilde tun der Fasnacht gut»

Am Fasnachts-Dienstag gehören die Strassen den 6000 wilden Fasnächtlern. Für den Comité-Obmann sind sie eine Bereicherung für die Basler Fasnacht.

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Samuel Hufschmid / Anna Luethi

Rund ein Drittel aller Aktiven an der Basler Fasnacht gehören weder zu einer Clique, noch sind sie offiziell beim ­Comité gemeldet. «Wir wollen einfach nicht zu einer Gruppe gehören und sind lieber unsere eigenen Chefs», sagen die beiden wilden Myyslirables Waggis. Zu zweit seien sie freier und könnten auf traditionelle Waggis-Art mit den Leuten intrigieren. «Wir bieten Anmeldungen jeglicher Art an, von der IV-Rente bis zum Dschungelcamp», erklären die beiden jungen Frauen ihr Sujet.

Auch bei den Schnitzelbänklern gibt es diverse Wilde: «Bei den meisten Gesellschaften gibt es am Montag und Mittwoch fixe Routen durch Restaurants. «Wir wollen in die Keller, dort ist man am Puls bei den Fasnächtlern», sagt ein Mitglied der Verlumpten, die seit zehn Jahren unterwegs sind.

Erst zum zweiten Mal ist der Aklaagebangg dabei und auch dort sagen die Mitglieder: «Wir sind wild aus Überzeugung.» Wilde Cliquen sind abseits der Cortège-Routen ebenfalls anzutreffen. «Wir sind frei und unabhängig und fertigen Laternen und Kostüme selbst an», so eine Trommlerin einer namenlosen Gruppe, die «I ha es Zündhölzli azündt» ausspielen. Comité-Obmann Christoph Bürgin schätzt die Wilden: «Jeder Beitrag an die Fasnacht ist wertvoll – wir erwarten besonders am Fasnachtsdienstag viele kleine Zügli.»

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