Wilde Zeiten im Zivilstandsamt
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Wilde Zeiten im Zivilstandsamt

Während sich Sandra Wild bei «MusicStar» von Runde zu Runde kämpft, laufen beim Zivilstandsamt Bezirk Arbon nach jeder Sendung die Drähte heiss – und die Mitarbeiter schieben Überstunden.

An der Wand beim Eingang zum Zivilstandsamt Bezirk Arbon hängt ein Poster von Sandra Wild. Und auf dem Tisch liegen Autogrammkarten der wohl berühmtesten Schweizer Zivilstandsbeamtin. Das Amt ist im «MusicStar»-Fieber. «Der Montag ist immer sehr anstrengend, dann klingelt das Telefon ununterbrochen», sagt Zivilstandsbeamtin Karin Mösli. Viele Anrufer hätten das Gefühl, dass die «MusicStar»-Kandidatin nebenbei noch arbeite, und würden gerne mit ihr plaudern, so Mösli.

Im Büro merke man dagegen, dass jemand fehle: «Es bleibt auch mal etwas liegen oder wir müssen Überstunden machen», sagt Mösli. Zwar nehme man den Mehraufwand Sandra Wild zuliebe gerne in Kauf und hoffe, dass sie weit komme – nicht aber dass sie MusicStar wird: «Da sind wir egoistisch, wir wollen sie wieder zurück», sagt Mösli. Trotzdem wird jedes Wochenende mitgefiebert.

So fahren die Leiterin, Rosmarie Schamberger, und Karin Mösli wann immer möglich mit Fanposter ausgerüstet ins Studio nach Zürich. Wild spürt diese Unterstützung: «Es ist schön, so ein Superteam zu haben, das hinter einem steht», so die 22-Jährige. Ob sie zurückgehe, hänge davon ab, ob sie MusicStar werde. Geht es nach den Zivilstandsbeamtinnen, macht Börni das Rennen und Sandra wird Vierte.

Andrea Huser

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