Aktualisiert 07.05.2013 12:50

EindringlingWilder Biber schlich sich in den Basler Zolli ein

Statt in Freiheit wollte er lieber im Zoo leben: Ein Biber ist freiwillig in den Basler Zolli eingezogen. Mittlerweile wurde er wieder in der Wildnis ausgesetzt.

von
lüs

Der Biber sei am 28. April vor dem Haupteingang erschienen, teilte der Basler Zolli heute mit. Der diensthabende Nachtwächter habe geglaubt, dass das Tier aus dem Zoo ausgerissen sei und es deshalb reingelassen.

In den darauffolgenden Tagen stellte man im Zolli erste Spuren des Bibers fest: An Zäunen waren Spuren, die er beim Versuch, durchzuschlüpfen, hinterlassen hatte, zudem traf man auf eine angenagte Kopfweide und Astdepots.

Biber musste den Zolli wieder verlassen

Anfang Mai konnten Zoomitarbeiter den Biber beim Kormoranweiher einfangen. Die Untersuchung durch den Tierarzt ergab, dass es sich um ein kerngesundes, 13 Kilogramm schweres Weibchen handelte. Nach Absprache mit der Biberfachstelle des Bundes und den kantonalen Wildhütern wurde der Biber noch am gleichen Morgen an einem Ort ausgesetzt, wo bereits ein Biber lebt. Wo genau, teilt der Zolli nicht mit, um es dem Tier zu ermöglichen, sich am neuen Ort ruhig einzuleben.

Woher der Biber zum Zolli kam, ist unbekannt. Eventuell könnte er über den Rhein via die Birsig zum Basler Zoo gelangt sein. Bereits am 24. April war bei Arbeiten im Birsig-Tunnel unter dem Birsigparkplatz ein Biber gesichtet worden.

Der Biber war vor 200 Jahren in der Schweiz ausgerottet worden. Ab 1958 wurde die Tierart wieder erfolgreich in der Schweiz angesiedelt, die Bestände bleiben aber lange klein.

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