Rotterdam-Fans in Bern: Polizei hielt 33 Personen an
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Rotterdam-Fans in BernPolizei hielt 33 Personen an

Feyenoord Rotterdam gastiert bei YB im Stade de Suisse. Wegen deren Fans steht die Polizei mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

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miw
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Der BSC YB empfing am Donnerstagabend den holländischen Verein Feyenoord Rotterdam im Stade de Suisse.

Der BSC YB empfing am Donnerstagabend den holländischen Verein Feyenoord Rotterdam im Stade de Suisse.

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Die gefürchteten Fans sorgten aber bereits am Mittwochabend für Aufregung in der Berner Innenstadt.

Die gefürchteten Fans sorgten aber bereits am Mittwochabend für Aufregung in der Berner Innenstadt.

Jürg Spori
Ein wilder Mob aus 200 schwarz gekleideten Feyenoord Fans stürmte am Mittwochabend vom Viktoriarain in die Lorrainestrasse.

Ein wilder Mob aus 200 schwarz gekleideten Feyenoord Fans stürmte am Mittwochabend vom Viktoriarain in die Lorrainestrasse.

Jürg Spori

Der BSC Young Boys trifft am Donnerstagabend in der Europa League auf den holländischen Club Feyenoord Rotterdam. Die Berner empfangen die Gäste um 18.55 Uhr im Stade de Suisse.

Seit Tagen wappnet man sich in Bern aber vor allem auch für die Zeit vor und nach dem Spiel: Denn die Feyenoord-Hooligans sind in ganz Europa gefürchtet. Auch in der Berner Innenstadt haben sie bereits für Aufregung: Ein wilder Mob aus 200 schwarz gekleideten Fans stürmte am Mittwochabend vom Viktoriarain in die Lorrainestrasse, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Sie warfen mit Steinen um sich und entwendeten Baustellenabschrankungen. Anschliessend liefen sie über die Lorrainebrücke in die Stadt.

Randale haben schon angefangen

In der Stadt Bern rechnet man am Donnerstag nicht nur mit einem grossen Fanauflauf. Offenbar sollen «mehrere hundert Anhänger der Gästemannschaft ohne ein Matchticket nach Bern reisen», wie die Polizei mitteilt. Ein Fanmarsch von der Aarbergerstrasse bis zum Stade de Suisse sei vor dem Spiel geplant.

Viele Polizisten in Bern, Wachen sind geschlossen

Um gegen die Fans gewappnet zu sein, sind jetzt ungewöhnlich viele Polizisten in der Stadt präsent. Am Donnerstag sowie Freitag werden deshalb 49 Polizeiwachen geschlossen bleiben, teilt die Kapo mit. Betrieben werden im Kanton nur die Wachen Bern-Waisenhaus, zudem die Hauptsitze in Biel, Moutier, Interlaken und Thun. Mit dem aufgestockten Personal wolle man genügend Leute für das Rotterdam-Spiel in Bern bereithalten.

Fans sorgten für Verwüstung in Rom

Die Sorge der Polizei und der städtischen Sicherheitsdirektion ist nicht unbegründet: Etwa 2015, bei einem Europa-League-Auswärtsspiel in Rom, wüteten rund 6000 Feyenoord-Fans. Sie pöbelten und randalierten unter anderem auf der Spanischen Treppe. Die Stadt bilanzierte nach den Krawallen 18 Verletzte, 28 festgenommene Hooligans und Schäden in Millionenhöhe.

Auch die Stadt Bern machte bei internationalen Spielen immer wieder schlechte Erfahrungen: Beim Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Roter Stern Belgrad eskalierte die Situation während des Fanmarschs der Gästefans vollends. Bei einer Massenschlägerei in der Nähe des Bollwerks gab die Polizei gar Warnschüsse ab, ein Berner Passant wurde zudem von Gästefans spitalreif geprügelt. Damals wurde der Einsatz der Polizei stark kritisiert. Bei dieser Partie soll es nun besser laufen und diese wurde deshalb als Hochrisikospiel eingestuft.

Wie sich die Situation nun an diesem Donnerstag entwickeln wird, zeigt sich in den nächsten Stunden.

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