Wilderer töten jährlich bis zu 12.000 Elefanten
Aktualisiert

Wilderer töten jährlich bis zu 12.000 Elefanten

Wilderer töten in Afrika nach Expertenschätzung jedes Jahr 6.000 bis 12.000 Elefanten, um illegale Elfenbeinmärkte im Sudan zu beliefern.

Die meisten Elefanten würden im Sudan, im Kongo und in der Zentralafrikanischen Republik getötet, teilte die britische Wohlfahrtsorganisation Care for the Wild International am Montag in Nairobi mit. Die afrikanischen Schwarzmärkte deckten eine steigende Nachfrage in China, sagte Esmond Martin, der für die Organisation eine verdeckte Untersuchung durchgeführt hat.

Martin berichtete, er habe rund 11.000 Elfenbein-Produkte in den Auslagen von Geschäften in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gefunden. Ausserdem habe er 150 Kunsthandwerker aufgesucht, die Elfenbein vorwiegend zu Schmuck verarbeiteten. Aus dem im Sudan gesehenen Elfenbein leitete Martin die Zahl der jährlich getöteten Elefanten ab. Gemessen an der afrikanischen Elefanten-Population halte er die Tötungsrate für nicht hinnehmbar, sagte Martin.

Obwohl internationale und sudanesische Gesetze den Handel mit Elfenbein ausserhalb von überwachtem Handel verbieten, zeigten Händler und Kunsthandwerker ihre Ware offen und unterhielten sich mit Martin und seinen Mitarbeitern über das Gewerbe. «Fast jeder Händler sagte uns, im Süden des Landes sei es die sudanesische Armee selbst, die die Elefanten töte. Fast jeder sagte uns, die Armee sei die Hauptbeteiligte am Transport des Elfenbeins», sagte Martin. Fast drei Viertel des Elfenbeins werde von Chinesen gekauft. (dapd)

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