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ZimbabweWilderer vergiften 14 Elefanten mit Zyanid

Um an Elfenbein zu kommen, schrecken Wilderer auch nicht davor zurück, Elefanten zu vergiften. In Zimbabwe sind innert zwei Wochen mehrere Tiere verendet.

von
dia

In den vergangenen zwei Wochen sind in Zimbabwe 14 Elefanten vergiftet worden. Wildhüter hätten die verendeten Tiere an drei verschiedenen Orten in Nationalparks des Landes entdeckt, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde am Dienstag mit. Tests ergaben, dass alle durch dasselbe Gift, nämlich Zyanid, starben, wie eine Sprecherin sagte.

2013 waren im Hwange-Nationalpark bis zu 300 Elefanten verendet, nachdem Wilderer Zyanid verstreut hatten, um an die wertvollen Stosszähne der Tiere zu gelangen. Das Gift wird in der zimbabwischen Bergbauindustrie verwendet und ist deshalb vergleichsweise einfach zu beschaffen.

Auch elf der nun getöteten Tiere wurden im Hwange-Park gefunden, drei weitere im Matusadona National Park im Norden des Landes. Nationalparksprecherin Caroline Washaya Moyo sagte, dass nur bei sechs der Tieren die Stosszähne entfernt gewesen seien, was darauf hindeute, dass die Wilderer dabei gestört worden waren. Festnahmen habe es bisher keine gegeben, teilte die Polizei mit. In Zimbabwes Nationalparks leben Schätzungen zufolge mehr als 100 000 Elefanten. (dia/sda)

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