Wildernde Hunde als Gefahr für Rehkitze
Aktualisiert

Wildernde Hunde als Gefahr für Rehkitze

In der Region häufen sich die Fälle von wildernden Hunden, die Rehe zu Tode beissen oder Feldhasen erlegen.

In Seltisberg und im Jagdrevier Farnsburg wurde in der letzten Jagdsaison rund ein halbes Dutzend Rehe gerissen. Beim Allschwilerwald wiederum sind in den letzten zehn Monaten 26 Rehe überfahren worden – die Hälfte des Rehbestandes. Die Gemeinde hat deshalb die Notbremse gezogen und den Baselbieter Leinenzwang für Hunde – dieser gilt vom 1. April bis Ende Juli – um Wochen vorgezogen. Denn die Hauptursache für die Unfälle sei, dass wegen des milden Winters überdurchschnittlich viele Spaziergänger mit Hunden unterwegs seien: Die freilaufenden Hunde schrecken das Wild auf und veranlassen es zu kopfloser Flucht, so der Allschwiler Jagdaufseher.

Kantonstierarzt Ignaz Bloch allerdings relativiert: «Bei einem Bestand von rund 4000 Rehen wurden letztes Jahr knapp 300 überfahren und nur 38 Rehe gerissen.» Der Leinenzwang im Baselbiet aber führt zum Hundetourismus in die Langen Erlen. «Die Hundehütedienste führen ihre Tiere dort in Basel spa-

zieren, wo kein Leinen-zwang besteht», sagt der Riehener Jagdaufseher Walo Stiegeler – mit der Konsequenz, dass dort regelmässig Feldhasen gerissen werden. In Riehen und Bettingen werden jährlich etwa drei Rehe von Hunden getötet.

(lvi)

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