Knöcheltief: Wildes Schneetreiben in der Schweiz
Aktualisiert

KnöcheltiefWildes Schneetreiben in der Schweiz

In den Bergen hat es in der Nacht auf Mittwoch bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gegeben, im Tessin wie aus Kübeln geschüttet. Am Wochenende drohen auch im Norden «Niederschläge mit Unwetterpotential».

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Der Mai neigt sich dem Ende zu, dem Winter ist's egal. In der Nacht auf Mittwoch sind höher gelegene Regionen unter einer Schneedecke verschwunden. Ob im Berner Oberland, dem Wallis, der Zentralschweiz oder in Graubünden: «Ab rund 1500 Metern über Meer hat es zwischen 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee gegeben», sagt der Meteorologe Roger Perret von Meteonews.

Das Flachland bleibe aber auch heute auf jeden Fall vom Schnee verschont. «Im Flachland und bis 1000 Meter über Meer wird es vor allem am Vormittag noch regnen», sagt Perret. Am Nachmittag könne man dann aber mit Aufhellungen rechnen. Die Temperaturen pendeln sich heute zwischen 6 und 10 Grad Celsius ein. In den Bergen werde es bis am Wochenende noch weiterschneien.

Am Wochenende «Niederschläge mit Unwetterpotenzial»

Für das Tessin hat Meteonews heute allerdings eine Unwetterwarnung ausgesprochen. In der Nacht auf Mittwoch hat es dort zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter geregnet. Am Vormittag regnet es noch stark. Einzelne Hänge drohen abzurutschen und Bäche über die Ufer zu treten.

Das Wochenende ist leider kein wirklicher Lichtblick. Ab Freitag wird es im Norden der Schweiz stark regnen. Meteonews erwartet 50 bis 150 Liter pro Quadratmeter. Das sind «Regenfälle mit Unwetterpotential», die Meteonews voraussagt. Hochwasser, Überschwemmungen, Erdrutsche und Murgänge seien möglich.

Erst Anfang nächster Woche soll uns das Azorenhoch Sonne und steigende Temperaturen bringen. Noch nie hat sich die Schweiz wohl einen Wochenstart so herbeigesehnt.

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