Aktualisiert 25.12.2006 06:58

Wildgewordene Hündin riss 13 Schafe

In einem Schafstall in Gurtnellen hat eine aus einem Zwinger entrissene Hündin ein Blutbad angerichtet.

Das Tier riss 13 Schafe und verletzte sechs weitere zum Teil erheblich. Die Hündin der Rasse Sibirian Husky wurde noch am Sonntag eingeschläfert, wie die Kantonspolizei Uri mitteilte.

Die neunjährige trächtige Hündin war zusammen mit einem weiteren Schlittenhund aus einem Zwinger in Gurtnellen ausgerissen. Rund zwei Kilometer vom Zwinger entfernt drang die Hündin durch einen offenen oberen Flügel der Türe ins Innere eines Schafstalls und richtete dort das Blutbad an. Von den neun Muttertieren und zehn Lämmern im Freilaufraum wurden 13 Tiere zu Tode gebissen und sechs weitere zum Teil erheblich verletzt.

Der Hundehalter aus Gurtnellen hatte am Samstagabend der Polizei gemeldet, dass zwei reinrassige Sibirian Huskys aus dem Zwinger ausgebrochen und seither vermisst seien. Am Sonntagmorgen entdeckte er seine beiden Tiere beim Schafstall. Die trächtige Hündin befand sich im Inneren des Stalls und war blutverschmiert, der andere Husky wartete draussen und wies keine Blutspuren auf, wie es bei der Kantonspolizei Uri auf Anfrage hiess.

In Absprache mit dem Hundehalter hat der Vertreter des Veterinäramts der Urkantone die trächtige Hündin unverzüglich eingeschläfert. Die übrig gebliebenen zwei Tiere des Hundehalters wurden im Zwinger ausbruchsicher eingeschlossen. Das Veterinäramt der Urkantone wird einen Hundesachverständigen beiziehen und das weitere Vorgehen festlegen. (dapd)

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