Val d'Hérens VS: Wildhüter erschiessen den falschen Wolf

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Val d'Hérens VSWildhüter erschiessen den falschen Wolf

Im Walliser Val d'Hérens hat die Wildhut versehentlich einen Wolf erlegt, der nicht zum Abschuss freigegeben war. Womöglich gehörte er einem anderen Rudel an. 

von
Dominik Fischer
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Im Walliser Val d'Hérens wurde der falsche Wolf erschossen. (Symbolbild)

Im Walliser Val d'Hérens wurde der falsche Wolf erschossen. (Symbolbild)

20min/Matthias Spicher
Statt eines Jungwolfs des Rudels im Val d'Hérens wurde ein sechsjähriger Wolf erlegt. (Symbolbild)

Statt eines Jungwolfs des Rudels im Val d'Hérens wurde ein sechsjähriger Wolf erlegt. (Symbolbild)

20min/Matthias Spicher
Für Wildhüter ist es nicht immer einfach zu entscheiden, um welches Tier es sich handelt. (Symbolbild)

Für Wildhüter ist es nicht immer einfach zu entscheiden, um welches Tier es sich handelt. (Symbolbild)

20min/Matthias Spicher

Im März dieses Jahres hätten Wildhüter im Wallis den falschen Wolf erlegt, wie der «Blick» unter Bezug auf die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet. So habe die Altersanalyse gezeigt, dass der Wolfsrüde im sechsten Lebensjahr gewesen sei und nicht zum Rudel aus Val d'Hérens gehört habe. Der Wolf hätte somit nicht erlegt werden dürfen. 

5 Jungwelpen im Wolfsrudel

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen sei es schwierig, mit Sicherheit zu entscheiden, welches Individuum zu erlegen sei, so der «Blick» weiter. Gemäss dem Jagd-Bundesgesetz dürfe maximal die Hälfte der Jungtiere eines Rudels getötet werden. Bereits am 5. März war eine trächtige Jungwölfin im zweiten Lebensjahr aus dem Rudel im Val d'Hérens erlegt worden. Da das Rudel gemäss Bundesamt für Umwelt (Bafu) fünf Jungwelpen aufwies, hätte ein weiterer junger Wolf des Rudels erlegt werden dürfen. Trotz Schutzzäunen waren zuvor elf Schafe gerissen worden. 

Im Kanton Graubünden war zuletzt eine Mutterkuh einem Wolfsrudel zum Opfer gefallen. Bis dort Regulationsschüsse genehmigt werden, muss es jedoch ebenfalls nachweislich Nachwuchs in dem Rudel geben.  

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