Unmittelbar bei Schafherde: Wildhut erlegt zwei Jungtiere des Beverinrudels

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Unmittelbar bei SchafherdeWildhut erlegt zwei Jungtiere des Beverinrudels

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat die kantonale Wildhut zwei Wölfe des Beverinrudels erlegt. Bei den erlegten Tieren handelt es sich um männliche Jungwölfe. 

von
Leo Butie
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Wildhüter erlegten in der Nacht von Sonntag auf Montag zwei Jungtiere des Beverinrudels. (Symbolbild)

Wildhüter erlegten in der Nacht von Sonntag auf Montag zwei Jungtiere des Beverinrudels. (Symbolbild)

Amt für Jagd und Fischerei GR
Für den Kanton sind weitere Abschüsse notwendig. (Symbolbild)

Für den Kanton sind weitere Abschüsse notwendig. (Symbolbild)

Amt für Jagd und Fischerei GR

Darum gehts

  • Die Bündner Wildhut hat in der Nacht von Sonntag auf Montag zwei Jungtiere des Beverinrudels erlegt.

  • Die Tiere befanden sich in unmittelbarer Nähe einer Schafherde.

  • Das Beverinrudel zeigt seit mehreren Jahren eine konfliktträchtige Entwicklung.

  • Ziel des Kantons sei die Entfernung des Beverinrudels und der Abschuss des Vatertiers.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte am 14. Juli 2022 auf Gesuch des Kantons Graubünden den Abschuss zweier Jungwölfe aus dem Beverinrudel bewilligt, nachdem dieses innert weniger Tage auf zwei nahe gelegenen Alpen in deren Streifgebiet zwei ausgewachsene Mutterkühe und davor ausserdem eine hohe Zahl an Schafen gerissen hatte.

Die Wildhut konnte die beiden Jungwölfe in der Nacht auf den 1. August auf der Stutzalp in unmittelbarer Nähe einer Schafherde erlegen. Die beiden erlegten Wölfe werden nun für die pathologische Untersuchung an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) in Bern überführt.

Die genetische Untersuchung wird am Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne vorgenommen. Die Wildhut überwacht das Streifgebiet des Rudels weiterhin intensiv, insbesondere um weitere Erkenntnisse zu dessen aktueller Reproduktion zu erhalten.

Kanton will Rudel entfernen

Das Beverinrudel zeigt seit mehreren Jahren eine zunehmend konfliktträchtige Entwicklung. Aus fachlicher Sicht ist zu erwarten, dass diese Entwicklung alleine durch Jungtierabschüsse nicht zu verhindern ist. Das Ziel des Kantons bleibt deshalb, im Rahmen der schweizerischen Rechtsordnung, die Entfernung des gesamten Beverinrudels und der Abschuss des besonders auffälligen Vatertiers M92. 

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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