Polizei muss vor der Badi in Münchwilen TG Bussen verteilen
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Münchwilen TGWildparkierer vor Badi verursachen Bussenflut der Polizei

Das Parkbad an der Murg wurde am Sonntag gut besucht. Da viele Besuchende ihr Auto falsch parkierten, musste die Polizei massenhaft Bussen verteilen.

von
Leo Butie
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Das Parkbad an der Murg war am Wochenende gut besucht. Viele Besuchende stellten ihr Auto unerlaubterweise dort ab, wo ein Parkverbot herrscht.

Das Parkbad an der Murg war am Wochenende gut besucht. Viele Besuchende stellten ihr Auto unerlaubterweise dort ab, wo ein Parkverbot herrscht.

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Die Polizei verteilte dementsprechend Bussen an die Fahrzeughalter.

Die Polizei verteilte dementsprechend Bussen an die Fahrzeughalter.

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«Die meisten gebüssten Autos hatten zur Begrüssung eine Parkbusse von 100 Franken unter dem Scheibenwischer», so sagt 20-Minuten-Leser Jürg Bühler.

«Die meisten gebüssten Autos hatten zur Begrüssung eine Parkbusse von 100 Franken unter dem Scheibenwischer», so sagt 20-Minuten-Leser Jürg Bühler.

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Darum gehts

In der Hitze des Sonntagnachmittags ging 20-Minuten-Leser Jürg Bühler aus Sirnach TG mit seinem Velo auf eine kurze Tour. Als er beim Parkbad in Münchwilen TG vorbeifährt, bemerkte er, wie gut besucht es war. «Die Badi war völlig überfüllt», sagt Bühler. Entsprechend waren davor auch sehr viele Autos parkiert. 

Nebst den offiziellen Parkplätzen stellten viele Besucherinnen und Besucher ihre Autos am Wegrand ab. «Es waren einige Dutzend Autos. Viele hatten auf der Wiese oder auf dem Fussweg parkiert.» Dieser Umstand sorgte schliesslich für eine Bussenflut der Polizei. «Die meisten gebüssten Autos hatten zur Begrüssung eine Parkbusse von 100 Franken unter dem Scheibenwischer», so Bühler. 

Folglich waren viele Lenkerinnen und Lenker frustriert, als sie die Badi verliessen. «Die Leute waren ziemlich empört», erzählt Bühler. Er selber wünsche in einer solchen Situation mehr Fairness gegenüber den Badi-Besuchenden. 

Genug Parkplätze vorhanden

Die Verantwortlichen der Badi sind sich der Problematik bewusst, aber: «Die Beschilderung ist klar, und in einem Parkverbot oder einem Fahrverbot darf einfach nicht parkiert werden», so Bruno Frei, Präsident des Parkbads an der Murg. Parkplätze habe es genug. «Den Besuchenden stehen über 400 ordnungsgemässe Parkplätze bereit, zudem kann auf einem nahegelegenen Firmenareal kostenlos parkiert werden», so Frei.  

Doch es scheine, als wolle kaum jemand den 350 Meter langen Fussweg zurück zur Badi auf sich nehmen. «Jeder will vor der Badi sein.» Dazu komme der Nachahmer-Effekt. «Wenn der Erste es vorgemacht hat, dann folgen oft weitere und parkieren ebenfalls falsch», sagt Frei. 

Badi-Betreiber geloben Besserung

Das vergangene Wochenende sei eine «ausserordentliche Situation» gewesen. «Wir werden nun für den nächsten Ansturm gerüstet sein und mithelfen, die unschöne Parkplatzproblematik zu verbessern. Für ein Gelingen braucht es aber auch die Unterstützung unserer Badegäste», sagt Frei.

Viele Fahrzeuge wurden wegen Nichtbeachten des Vorschriftsignales «Verbot für Motorwagen» gebüsst, was gemäss der Ordnungsbussenverordnung eine Busse von 100 Franken bedeutet. «Es ging eine Meldung bei der Kantonalen Notrufzentrale ein wegen Falschparkierer», sagt Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Darauf sei eine Patrouille ausgerückt. «Wenn die Meldung zu uns kommt, beurteilen wir die Situation vor Ort», sagt Roth.

In diesem Fall mussten Bussen ausgestellt werden. «Auch an heissen Tagen gilt das Strassenverkehrsgesetz», so der Sprecher.

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