Auch an der Fasnacht: Wildpinkeln: Zug setzt Gesetz knallhart durch
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Auch an der FasnachtWildpinkeln: Zug setzt Gesetz knallhart durch

An der Fasnacht erleichtern sich viele Gäuglen im Freien. In Zug kann das teuer werden: Die Polizei setzt bei Wildpinklern auf Nulltoleranz.

von
mme
Wildpinkeln wird im Kanton Zug mit 100 Franken bestraft (gestellte Szene). Nach dem SchmuDo wurde in Zug ein Fasnächtler gebüsst, weil er beim Zugersee uriniert hatte.

Wildpinkeln wird im Kanton Zug mit 100 Franken bestraft (gestellte Szene). Nach dem SchmuDo wurde in Zug ein Fasnächtler gebüsst, weil er beim Zugersee uriniert hatte.

Obwohl natürlich auch an der Fasnacht verboten, ist das Wildpinkeln gang und gäbe. Im Kanton Zug greift die Polizei jetzt durch: Seit Oktober ist das neue Litteringgesetz in Kraft, welches unter anderem vorsieht, Personen mit 100 Franken zu büssen, die sich im Freien erleichtern. Auch an der Fasnacht kennt die Polizei keine Gnade: Nach der Tagwache am Freitagmorgen urinierte ein Zuger Fasnächtler beim See. Da kam ein Polizist mit Taschenlampe heran und zückte einen Bussenzettel. Der betreffende Fasnächtler sagte gegenüber der Zentralschweiz am Sonntag, er wisse von zwei weiteren Fällen, bei denen die Polizei Wildpinkler gebüsst habe.

«Wer erwischt wird, wird gebüsst»

Die Zuger Polizei bestätigte, dass sie an der Fasnacht in Sachen Wildpinkeln auf Nulltoleranz setzt. «Wer erwischt wird, wird gebüsst. Es gibt genug ‹stille Örtchen›», sagt Mediensprecherin Judith Aklin. Wie viele Wildpinkler an den rüüdigen Tagen schon gebüsst worden, will die Polizei aber nicht kommunizieren.

Das neue Littering-Gesetz sieht auch Bussen für das achtlose Wegwerfen von Gegenständen vor. An der Fasnacht drückt die Polizei hier jedoch ein Auge zu: «Bei der Fasnacht handelt es sich um einen Brauch. Bezüglich Littering gilt hier eine Sonderregelung», sagt Judith Aklin. Wer Konfetti um sich schmeisst, wird also nicht gebüsst. Dennoch gibt es auch hier Vorschriften. Fasnachtsgesellschaften müssen laut Aklin für die Umzüge eine Bewilligung einholen, die beinhaltet, dass sie die Strassen danach selber reinigen.

Zivile Fahnder am Bahnhof

Nach den rüüdigen Tagen ab Aschermittwoch müssen Litteringsünder in Zug ebenfalls auf der Hut sein: Die Polizei hatte schon zivile Fahnder im Einsatz, die beim Bahnhof Personen büssten, die Zigis aufs Perron warfen statt diese korrekt in den Aschenbechern zu entsorgen (20 Minuten berichtete)

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