Aktualisiert 27.03.2013 17:41

Plage in Baselland

Wildschweine als Grenzgänger

Wildschweine werden in der Region Basel immer mehr zum Problem, obwohl jedes Jahr viele davon geschossen werden.

von
Benjamin Rosch
In der Nordwestschweiz gibt es immer mehr Wildschweine.

In der Nordwestschweiz gibt es immer mehr Wildschweine.

Im Kanton Baselland wurden in der Jagdsaison 2012/13 fast 1200 Wildschweine geschossen, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion heute Mittwoch bekanntgab. Das ist auch nötig: «Die Summe der durch die Tiere verursachten Schäden beläuft sich auf 240'000 Franken, die Tendenz ist steigend», sagt Kantonstierarzt Ignaz Bloch. Erfreulich sei, dass besonders viele Schwarzkittel auf offenem Feld erlegt wurden. «Dadurch werden die Tiere in den Wald getrieben, wo sie weniger Schaden anrichten können», so Bloch.

Im Bezirk Sissach wurden die meisten Abschüsse gezählt. «In diesem Ecken der Region, auch im angrenzenden Aargau, haben wir eine immense Population», sagt Christof Zentner, Präsident der Jagdgesellschaft Sissach. Die Aargauer Jäger seien aber nicht faul, wie der dortige Jagdaufseher Thomas Stucki betont. Vielmehr würden die Säue aus Deutschland eindringen, so Zentner: «Für schwimmende Wildschweine ist der Rhein kein Hindernis.»

Das Problem wird durch den Kantönligeist erschwert. «Wir hätten allgemein mehr Erfolg, wenn flächendeckendere Treibjagden verschiedener Jagdvereine über die Kantonsgrenzen hinaus gäbe», so Zentner.

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