27.10.2017 14:04

Kanton ZürichWildunfälle und Fahrerflucht nehmen zu

Die Erfolgsquote von Wild-Warngeräten ist gesunken, die Anzahl Wildunfälle gestiegen. Verursacher begehen oft Fahrerflucht.

Immer mehr Verkehrsteilnehmer ergreifen nach einem Wildunfall die Flucht. Erst so machen sie sich strafbar.

Immer mehr Verkehrsteilnehmer ergreifen nach einem Wildunfall die Flucht. Erst so machen sie sich strafbar.

Keystone/Julian Stratenschulte

Auf 500 Strassenabschnitten mit einer Länge von 400 Kilometern wurden im Kanton Zürich 6000 Warngeräte an Strassenpfosten angebracht, die Wildunfälle verhindern sollten. Sobald das Schweinwerferlicht eines Autos auf das Gerät scheint, reagiert dieses mit einem Pfeifton.

Am Anfang wurden fast 80 Prozent weniger Wildunfälle registriert, nach fünf Jahren sank diese Zahl auf 20 Prozent. Das war im Jahr 2012 – danach wurden die Erfolgskontrollen der Warngeräte eingestellt. Grund für diese Reduktion sei, dass sich die Tiere an den Pfeifton gewöhnt haben, wie der «Landbote» schreibt.. Trotzdem sagt Urs Fischer, Leiter der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich, dass, obwohl die Geräte nicht mehr so effizient seien, jeder verhinderte Unfall ein Erfolg sei.

Die Statistik zeigt aber in eine andere Richtung: Während im Jahr 2014 rund 3000 Wildunfälle registriert wurden, ereigneten sich im Jahr 2016 über 3800. Laut Wildhüter Oskar Reutimann ist problematisch, dass neben der erhöhten Anzahl Unfälle auch mehr Fahrer die Flucht ergreifen und die Unfälle teilweise gar nicht melden. Dies, obwohl ein Wildunfall gar nicht strafbar ist, solange sich der Fahrer an die Verkehrsregeln hält. Sehr wohl strafbar ist aber eine anschliessende Fahrerflucht. (20 Minuten)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.