Reto Ziegler: «Will nicht in Kriegsgebiet» – Lugano-Star fürchtet sich vor Israel-Trip

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Reto Ziegler«Will nicht in Kriegsgebiet» – Lugano-Star fürchtet sich vor Israel-Trip

Unzählige Raketenangriffe gab es in den letzten Tagen in Israel, der Konflikt zwischen dem Land und dem Islamischen Jihad spitzte sich zuletzt massiv zu. Plötzlich und unfreiwillig mittendrin: der FC Lugano. 

Am Sonntag verlor der FC Lugano mit 1:2 gegen Luzern. 

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Darum gehts

Der FC Lugano steht mit dem Rücken zur Wand. Nicht nur starteten die Tessiner alles andere als gut in die neue Super-League-Saison, auch verlor der Schweizer Cupsieger daheim das Hinspiel der Conference-League-Quali gegen Hapoel Be’er Sheva mit 0:2. Am Donnerstag findet das Rückspiel gegen den israelischen Club statt. Doch wo? 

Denn im Heimatland des Vereins herrscht Krieg. So dauern die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Islamischen Jihad an. Von mehreren Raketen getroffen wurde zuletzt auch die Stadt Be’er Sheva – also die Heimatstadt des Lugano-Gegners. Auch wenn am Sonntag ein Waffenstillstand vereinbart wurde, der bisweilen anhält, ist klar: Das europäische Quali-Spiel kann nicht im eigentlichen Stadion stattfinden. Zu gefährlich, zu riskant. 

«Das macht Angst, da bin ich ehrlich»

Dieser Tatsache ist sich auch Lugano-Routinier Reto Ziegler bewusst. Er gibt nach der Pleite gegen Luzern gegenüber dem TV-Sender blue zu, dass er und viele Mitspieler sich Sorgen machen würden. «Natürlich ist das ein grosses Thema bei uns in der Kabine», so der 36-Jährige. Das Spiel gegen Be’er Sheva sei zwar wichtig, doch es sei «nur» Fussball. «Das Leben und die Gesundheit ist viel wichtiger.» 

Weiter meint er: «Ganz ehrlich, ich will nicht in ein Kriegsgebiet fliegen. Das macht Angst, da bin ich ehrlich.» Ziegler hofft, dass alle Beteiligten eine gute Lösung finden würden. Wie diese aussieht? Der israelische Fussballverband stellte den Antrag, dass das Spiel in Netanja oder Haifa stattfinden wird. Auf Anfrage von 20 Minuten sagt der FC Lugano, dass man derzeit den Uefa-Entscheid abwartet, bevor man Stellung nimmt. Der Entscheid soll im Laufe vom Montag fallen. 

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(nih/fss)

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