Will Nordkorea wirklich abrüsten?
Aktualisiert

Will Nordkorea wirklich abrüsten?

Nordkorea hat sich zum Auftakt der neuen Sechs-Länder-Gespräche über sein Kernkraftprogramm zur atomaren Abrüstung bereit gezeigt.

Die nordkoreanische Führung sei «voll und ganz bereit» zu einer solchen Entscheidung, sagte der stellvertretende Aussenminister Kim Gye Gwan, beim Beginn der vierten Gesprächsrunde am Dienstagmorgen in der chinesischen Hauptstadt Peking. Dazu seien aber «unerschütterlicher politischer Wille und strategische Entscheidungen» nötig.

Das Treffen in Peking ist das erste nach 13-monatiger Unterbrechung der Sechs-Nationen-Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm. Zunächst kamen die Delegierten Chinas, der beiden Koreas, USA, Japans und Russlands zu Auftaktreden zusammen.

Anders als bei den vorangegangenen drei Verhandlungsrunden sollte der Schwerpunkt diesmal weniger auf gemeinsamen Sitzungen liegen, sondern mehr Raum für bilaterale Treffen geschaffen werden, verlautete aus Konferenzkreisen. Die Dauer der Gespräche ist offen.

Um die kommunistische Regierung Nordkoreas zu einer Abkehr von ihrer atomaren Rüstung zu bewegen, hatte Südkorea im Vorfeld die Lieferung von Reis und Strom angeboten. Allerdings vertraten westliche Diplomaten die Ansicht, dass Nordkorea dadurch nicht zum Einlenken zu bewegen sei. Vielmehr erwarte Pjöngjang eine volle diplomatische Anerkennung durch die Vereinigten Staaten.

Nordkorea hatte die Sechs-Länder-Gespräche im Juni vergangenen Jahres abgebrochen und sich am 10. Februar 2005 zur Atommacht erklärt. Neben den beiden koreanischen Staaten sind auch die USA, China, Russland und Japan an den Gesprächen beteiligt. (sda)

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