Luzern: Will Stadtrat weitere Häuser abbrechen?
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LuzernWill Stadtrat weitere Häuser abbrechen?

Der geplante Abbruch der Kultbeiz «Schmitte» am Pilatusplatz ist erst der Anfang: Gemäss Abbruchgegnern droht auch anderen historischen Gebäuden der Abriss. Laut Baudirektor Kurt Bieder ist aber noch alles offen.

von
Daniela Gigor
Vom Abbruch bedroht? Auch dieses Gebäude am Pilatusplatz könnte Neubauten zum Opfer fallen. (Bild: mgi)

Vom Abbruch bedroht? Auch dieses Gebäude am Pilatusplatz könnte Neubauten zum Opfer fallen. (Bild: mgi)

«Aus der Testplanung geht hervor, dass der Stadtrat das kleine Riegelhaus sowie mindestens eine weitere Liegenschaft an der Pilatusstrasse abbrechen will», sagt Philipp Federer, Grossstadtrat der Grünen. Federer begründet seine Aussagen damit, dass sich der Stadtrat im dazugehörigen ­Bericht und Antrag, der heute im Parlament zur Debatte steht, hinter diese Testplanung stellt. «Ausserdem wird darin empfohlen, ein dreigeschossiges Parkhaus mit 400 Parkplätzen zu erstellen», sagt Federer weiter.

Auf Anfrage von 20 Minuten sprach Baudirektor Kurt Bieder gestern von Spekulationen ohne Grundlagen. «Die Testplanung hat nur aufgezeigt, was theoretisch möglich wäre.» Den Plan, dass weitere Häuser einer neuen Überbauung weichen müssten, wollte er weder bestätigen noch dementieren. Bieder räumte aber ein, dass private Grundeigentümer zur Präsentation der Testplanung eingeladen wurden. «Wir sind interessiert ­daran, dass auch Private die Chance erhalten, städtebaulich an der Entwicklung des Pilatusplatzes mitzumachen.»

Wie diese Entwicklung aussehen soll, wird ein Architekturwettbewerb zeigen, der zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben wird.

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