Alles gefälscht?: Willkommen im «Apple Stoer» von Kunming
Aktualisiert

Alles gefälscht?Willkommen im «Apple Stoer» von Kunming

Die Chinesen sind bekanntlich Weltmeister im Kopieren. Doch die von einer Bloggerin veröffentlichten Bilder eines Apple-Ladens muten trotzdem unglaublich an.

Die Chinesen sind verrückt nach Apple-Produkten. Eingekauft wird allerdings nicht nur in offiziellen Apple-Läden, wie hier in Shanghai. (Bild: Keystone)

Die Chinesen sind verrückt nach Apple-Produkten. Eingekauft wird allerdings nicht nur in offiziellen Apple-Läden, wie hier in Shanghai. (Bild: Keystone)

Dass in China viele gefälschte Elektronikprodukte im Umlauf sind, ist bekannt. Ein «Apple Store» in Kunming im Südwesten der Volksrepublik trieb die chinesische Fälschungskunst allerdings auf die Spitze. Von den angebotenen Geräten bis zur Bekleidung der Verkäufer sah der Laden einem echten Apple-Store täuschend ähnlich, wie eine amerikanische Touristin der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag berichtete. Eine Bloggerin hat entsprechende Bilder auf ihrer Website veröffentlicht.

Alles wird nachgemacht

Dass der ganze Laden eine Fälschung war, verriet erst die Beschriftung: Echte Apple-Läden zeigen nur das Logo der Firma, den angebissenen Apfel. Bei einem Spaziergang durch Kunming habe sie noch zwei weitere falsche Apple-Läden entdeckt, sagte die Touristin - der eine heisse «Apple Stoer».

China ist der weltgrösste Hersteller von gefälschten Waren. Nachgemacht wird so gut wie alles: Kleidung, Uhren, Software, Filme, Autoteile oder Medikamente. Das Unrechtsbewusstsein ist gering.

Update 22. Juli

Die Berichte über die angeblich gefälschten chinesischen Apple-Stores haben weltweit ein riesiges Echo ausgelöst. Einige Kommentatoren des oben erwähnten Blogbeitrags weisen auf die Richtlinien für so genannte «Apple Premium Reseller» hin. Diese Wiederverkäufer seien angehalten, ihre Verkaufsgeschäfte optisch den offiziellen Apple Stores anzugleichen.

Wie «Tech Crunch» berichtet, war der Betreiber des chinesischen Fake-Stores früher ein autorisierter Apple-Reseller. Wegen Fehlverhaltens habe er aber die Lizenz verloren und verkaufe die Hardware jetzt auf dem Graumarkt, sprich Apple-Produkte aus dubiosen Quellen. (sda)

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