Polen  – Windenergie-Rekord dank heftiger Stürme
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Polen Windenergie-Rekord dank heftiger Stürme

Die starken Winde haben in Polen zu einem neuen Rekord geführt. Zeitweise stammten fast 30 Prozent der im Land benötigten Energie von Windkraftwerken, normalerweise nimmt diese Sparte etwa zehn Prozent der Gesamtenergie ein.

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Noch nie zuvor lieferten Windfarmen in Polen so viel Energie wie während der Stürme in der letzten Woche.

Noch nie zuvor lieferten Windfarmen in Polen so viel Energie wie während der Stürme in der letzten Woche.

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Fast 30 Prozent der gesamthaft benötigten Energie wurde durch Windkraft gewonnen.

Fast 30 Prozent der gesamthaft benötigten Energie wurde durch Windkraft gewonnen.

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Es kam aber auch zu Schäden, wie hier in der Stadt Wroklaw.

Es kam aber auch zu Schäden, wie hier in der Stadt Wroklaw.

Agencja Gazeta via REUTERS

Darum gehts

Die jüngsten Stürme haben Polen nebenbei zu einem Rekordwert bei der Stromgewinnung aus Windkraft verholfen. Während der Orkanböen seien durch Windparks rund 6700 Megawatt erzeugt worden, sagte Maciej Wapinski vom Netzbetreiber PSE der Nachrichtenagentur AP am Montag. Der Gesamtbedarf in Polen habe zu jenem Zeitpunkt bei fast 24’000 gelegen. Dies bedeute, dass «Windkraftanlagen fast 30 Prozent abgedeckt» hätten.

Stromleitungen zerstört

Als der Sturm am Wochenende heftiger geworden sei, Stromleitungen zerstört habe und sich einige Turbinen aus Sicherheitsgründen automatisch abgeschaltet hätten, sei das Energieniveau durch Windparks auf rund die Hälfte des Rekordwerts gefallen.

Janusz Gajowiecki, Leiter des polnischen Windenergieverbands, sagte, dass Windparks rund zehn Prozent des jährlichen Energiebedarfs im Land lieferten. Das Potenzial könnte aber weitaus höher sein.

Erneuerbare Energien im Kommen

Erneuerbare Energien machen rund 25 Prozent des Energiemix in Polen aus – Tendenz steigend, vor allem bei Wind- und Solarenergie. In der Folge nimmt die Bedeutung von Stein- und Braunkohle ab, obwohl diese noch immer für rund 65 Prozent der Energieerzeugung im Land stehen.

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(DPA/bho)

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