Aktualisiert 08.04.2013 16:25

Noch 365 Tage

Windows XP droht eine gefährliche Zukunft

Das veraltete PC-Betriebssystem Windows XP wird vom Oldtimer zum riskanten Schrottauto. In genau einem Jahr stellt Microsoft den offiziellen Support ein. Experten schlagen Alarm.

von
dsc
Der damalige Microsoft-Chef und heutige Multimilliardär Bill Gates stellte 2001 Windows XP vor.

Der damalige Microsoft-Chef und heutige Multimilliardär Bill Gates stellte 2001 Windows XP vor.

In 365 Tagen ist Schluss mit Sicherheit-Updates für Windows XP. Am 8. April 2014 will Microsoft die technische Unterstützung für das populäre PC-Betriebssystem endgültig einstellen.

Dies könnte für sehr viele Computer-Nutzer zu einem sehr grossen Problem werden, wie die Sicherheitsexperten von Antivirus-Hersteller Sophos im Naked-Security-Blog schreiben. Denn der Marktanteil des Oldtimer-Betriebssystems ist laut verschiedenen internationalen Erhebungen immer noch ziemlich beachtlich. Weltweit sind Millionen von Nutzer betroffen: Wenn in Zukunft Schwachstellen im System nicht mehr mit Patches (Software-Updates) geschlossen werden, drohen vermehrt Attacken durch Kriminelle.

2001 eingeführt

Microsoft führte Windows XP vor knapp 12 Jahren ein, wie «Spiegel Online» berichtet. Seither seien drei Nachfolger für das PC-Betriebssystem veröffentlicht worden. Doch einen höheren Marktanteil als Windows XP hat nur Windows 7. Das aktuelle System, Windows 8, wird nicht einmal von jedem zehnten PC-Nutzer verwendet.

Eigentlich hätte die technische Unterstützung für Windows XP schon im Jahr 2011 auslaufen sollen. Doch wegen des schleppenden Umstiegs auf die Windows-Nachfolger verlängerte Microsoft die Deadline auf den 8. April 2014. Es bleibt also noch etwas Zeit, um sich mit einem zeitgemässen System vor Malware-Attacken zu schützen. Windows-XP-Nutzer müssen ausserdem damit rechnen, dass für neue Drucker und andere Geräte keine geeignete Treiber-Software mehr angeboten wird.

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