CH-Premiere: Windräder auf Zürcher Hochhäusern

Aktualisiert

CH-PremiereWindräder auf Zürcher Hochhäusern

Das gibt es in der Schweiz bisher noch nicht: Windräder sollen sich bald auf zwei Hochhäusern drehen und diese mit Energie versorgen.

von
Roman Hodel
Diese beiden Häuser in Leimbach sollen mit Windrädern versehen werden.

Diese beiden Häuser in Leimbach sollen mit Windrädern versehen werden.

Richtige Energieverschwender aus den 1970er-Jahren sind das 17- und das 19-stöckige Hochhaus der Baugenossenschaft Zurlinden in Zürich-Leimbach. Doch damit ist bald Schluss – laut Bauausschreibung im «Tagblatt» werden sie total saniert und fit gemacht für die 2000-Watt-Gesellschaft.

Dabei zieht die Eigentümerin alle Register: «Auf dem Dach planen wir als Schweizer Neuheit je ein Windrad mit rund zehn Metern Durchmesser, um Energie zu gewinnen», sagt Rolf Hefti, Geschäftsführer der Zurlinden. Spezialisten führen auf einem Hochhausdach seit neun Monaten Messungen durch. Die Räder sollen sich horizontal drehen – so will man die Winde aus allen Himmelsrichtungen nutzen.

Neben dem Windrad setzt die Baugenossenschaft noch auf ein anderes Novum: Die neue Gebäudehülle wird rundherum aus Spezialglas bestehen, das gleichzeitig Sonnenenergie speichert. «Dank ­dieser Solarpanel-Hülle und den Windrädern können wir einen Grossteil des Energie­bedarfs der 170 Wohnungen decken», sagt Hefti, «und den überschüssigen Strom geben wir ans Netz ab.»

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