Windsor-Eindringling kündigte Ermordung von Queen Elizabeth an
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Videoaufnahme Windsor-Eindringling kündigte Ermordung von Queen Elizabeth an

Am Samstag wurde ein bewaffneter Eindringling auf dem Gelände von Schloss Windsor festgenommen. Vorab soll er die geplante Ermordung der Königin in einem Video angekündigt haben.

von
Katrin Ofner

In dem Video, das der britischen Zeitung «The Sun» vorliegt, spricht der Eindringling über sein Vorhaben.

«The Sun»

Darum gehts

Grosser Schreck für die britischen Royals an Weihnachten: Am Samstag hat die Polizei auf dem Gelände von Schloss Windsor einen bewaffneten Eindringling festgenommen. Der 19-Jährige habe sich Zugang zur Residenz von Queen Elizabeth verschafft; Ihm sei es nicht gelungen, irgendein Gebäude auf dem Schlossgelände zu betreten. Das teilten die Beamten der Zeitung «The Sun» mit.

Die Monarchin, die normalerweise die Feiertage auf ihrem Landsitz Sandringham im Osten Englands verbringt, war in diesem Jahr coronabedingt auf Schloss Windsor geblieben. In Gefahr sei die 95-Jährige aber nie gewesen, doch der Vorfall hätte dramatische Folgen nehmen können.

Massaker von Amritsar als Motiv

Gemäss der britischen Zeitung hatte der Einbrecher nämlich nicht nur eine Waffe dabei, er hatte vorab in einem Video auch angekündigt, was er hinter den Palastmauern eigentlich vorhatte – nämlich die Ermordung von Queen Elizabeth. In der Aufnahme, die er einem Freund per Snapchat zuschickte, verkündete er mit einer Armbrust in der Hand und Computer verzerrten Stimme: «Es tut mir leid, was ich getan habe und was ich tun werde. Ich werde versuchen, Elizabeth, die Königin zu ermorden.»

Das Motiv: Vergeltung. Er nehme Rache für diejenigen, die wegen ihrer Herkunft getötet, erniedrigt und diskriminiert worden seien sowie für die Toten des Amritsar-Massakers 1919. Damals hatten britische Kolonialtruppen in der indischen Stadt Amritsar das Feuer auf Demonstranten eröffnet und Hunderte getötet. Er sei ein indischer Sikh, sagte der Maskierte in dem Clip. Indien war früher eine britische Kolonie. «Dies ist Rache für diejenigen, die 1919 beim Massaker von Jallianwala Bagh ums Leben gekommen sind», stellte er klar.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Trotz Gefahr gabs Familienbesuch

Die britische Polizei teilte mit, sie prüfe den Clip, den die Zeitung «The Sun» am Montag veröffentlichte. Der Buckingham-Palast wollte sich nicht zu dem Vorfall äussern.

Trotz des Ereignisses besuchten Thronfolger Prinz Charles (73) und seine Gattin Herzogin Camilla (74) sowie der jüngste Queen-Sohn Prinz Edward (57) mit seiner Ehefrau Sophie (56) und den beiden gemeinsamen Kindern am ersten Weihnachtsfeiertag einen Gottesdienst auf dem Gelände der Residenz.

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(DPA)

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