Bilanz: Winter war zu warm für Ostschweizer Skigebiete
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BilanzWinter war zu warm für Ostschweizer Skigebiete

Der Start in die Wintersaison war harzig. An Weihnachten herrschten gar frühlingshafte Temperaturen. Das färbt auf die Winterbilanz der Ostschweizer Skigebiete ab.

von
nab
Mit guten Schneeverhältnissen wurde der Winterbetrieb am Flumserberg anfangs April geschlossen.

Mit guten Schneeverhältnissen wurde der Winterbetrieb am Flumserberg anfangs April geschlossen.

Kein Anbieter/Bergbahnen Flumserberg

Durchzogen und schwierig war die Wintersaison, da sind sich die Verantwortlichen der Ostschweizer Skigebiete einig. Obwohl sich der Winter im November mit einer zehntägigen Kaltfront vielversprechend ankündigte, schneite es erst im Januar richtig.

«In Flumserberg haben wir während der Weihnachtstage alle Register gezogen, um die Wintersportler trotz frühlingshaftem Wetter bei Laune zu halten», sagt Heinrich Michel, Geschäftsfüher der Bergbahnen Flumserberg. Mit einer gültigen Liftkarte hätten die Besucher neben der Skipiste, die Rodelbahn, verschiedene Kletteraktivitäten und den Schlittschuhverleih nutzen können. Und das alles ohne einen Aufpreis. «Die Besucher waren begeistert, die Stimmung am Berg hervorragend», so Michel. Im Januar sei dann auch der nötige Schnee gefallen. Richtig froh wurde man laut Michel trotzdem nicht. Grund: das wechselhafte Wetter, das bis Ende Februar andauerte.

Ostertage besserten Zahlen auf

Das sieht Klaus Nussbaumer, CEO der Pizolbahnen, ähnlich. Obwohl der Skibetrieb bei winterlichen Verhältnissen bereits im November begonnen habe, hätten die Tagesskifahrer aufgrund der warmen Temperaturen die Pisten nicht genützt. «Erst Mitte Januar konnte der Vollbetrieb der Skipiste aufgenommen werden. Das schöne Wetter an Weihnachten zog viele Fussgänger auf die Winterwanderwege in Kamm, auf die Schlittelbahn bei der Pizolhütte und auf die Eislauffläche auf dem Wangersee», so Nussbaumer.

Auch im Toggenburg schlägt sich das warme Wetter in der Bilanz nieder: «Die Saison verlief nicht so gut wie erhofft, war aber auch nicht so schlecht wie befürchtet», sagt Urs Gantenbein, Sprecher der Bergbahnen Wildhaus. Der Start sei sehr harzig gewesen. Die Ostertage hätten den schlechten Start in den Winter dann aber ein bisschen aufgebessert – aber nicht gerettet. «Insgesamt war es aber ein solider Abschluss», so Gantenbein.

Skilift nur zur Hälfte offen

Patrick Uhlmann, zuständig für den Verkauf und das Marketing im Skigebiet Ebenalp-Horn, ist im Grossen und Ganzen zufrieden. Der Saisonstart sei schwierig gewesen: «Im Januar und Februar hatten wir zwar praktisch keinen Schnee und konnten den Skilift Horn nur bis zur Hälfte öffnen. Dafür herrschte im März dann ein Bomben-Wetter.»

Die Skisaison 2015/16 ist aus Ostschweizer Sicht eine zum Vergessen. Oder wie Heinrich Michel stellvertretend sagt: «Dieser Winter hat seinen Namen nicht verdient.»

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