SVP-Vorwurf:: Winterdienst in der Stadt ungenügend
Aktualisiert

SVP-Vorwurf:Winterdienst in der Stadt ungenügend

Die SVP regt sich über die «fahrlässige Schneeräumung» der letzten Tage auf. Jetzt fordert sie die Stadt zu effektiveren Räumungsaktionen auf.

von
Pedro Codes
Knatsch um Schneematsch: Die SVP fordert eine bessere und konsequentere Räumung.

Knatsch um Schneematsch: Die SVP fordert eine bessere und konsequentere Räumung.

«Die Stadt versank nach den Schneefällen in ihrer eigenen Drecksuppe», ereifert sich Roland Jakob, Fraktionspräsident der SVP Stadt Bern. Schneehaufen, zugeschüttete Parkplätze, gefrorene Strassen und glatte Trottoirs gäben ein trauriges und gefährliches Bild ab. Der Vorwurf des Politikers: Die Stadt betreibe aus ökologischen Überlegungen eine fahrlässige Schneeräumung. «In den Quartieren blieb der Schnee eine ganze Woche liegen», so Jakob.

Das will die SVP nicht mehr mit ansehen. Deshalb fordert sie eine «bessere und konsequentere Räumung». In den Augen Jakobs hat das Tiefbauamt nämlich die falschen Prioritäten beim Schneepflügen. «Es geht doch nicht an, dass man als Erstes den Bärenpark vom Schnee befreit», empört er sich. Da der Winterdienst vom Steuerzahler bezahlt werde, müsse jeder Ort in Bern gleich schnell «geschnutzt» werden. Sein Vorschlag: «Die in den Quartieren stationierten Reinigungsequipen sollen nicht mehr in andere Stadtteile delegiert werden.»

Bei der grünen Stadtparlamentarierin Aline Trede sorgt das Ansinnen der SVP nur für ein müdes Lächeln. Sie nennt es unausgereift. «Es bräuchte eine Budgeterhöhung, was ­

die SVP sowieso bekämpfen würde.»

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