Gstaad: Winterlauf mitten im Hochsommer
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GstaadWinterlauf mitten im Hochsommer

26 Kilometer lang, 2000 Meter hoch: Der Glacier 3000 Run verlangte von den Teilnehmern einiges ab.

Video: Glacier300/Keystone)

«Wir mussten tatsächlich Schnee schaufeln – und dies mitten im Sommer», sagt Bernhard Tschannen, OK-Präsident des Glacier 3000 Run. Da es auf dem knapp 3000 Meter hohen Scex Rouge ob Gstaad in der Nacht auf Freitag geschneit hatte, mussten für die 508 Läufer die Wege freigemacht werden. Der Gletscher- und Berglauf endete mit dem Sieg des Briten Martin Cox. Gerade mal 2:21:57 benötigte Cox für die 26 Kilometer und gut 2000 Höhenmeter und meinte dann im Ziel:«Ich liebe den Glacier 3000 Run. Er ist die ideale Vorbereitung für den Jungfrau Marathon.» Zweiter wurde Karl Jöhl aus Amden/SG vor dem Allgäuer Michael Barz.

Damen nur 24 Minuten langsamer

Bei den Damen siegte die Schwyzerin Daniela Gassman. Sie erreichte das Ziel auf der Terrasse des Botta Berghauses in einer Laufzeit von 2:45:57. «Die ersten 25 Kilometer ging es locker, aber der letzte Kilometer war sehr hart», meinte die 46-jährige im Ziel. Hinter ihr platzierte sich Michelle Leservoisier aus Frankreich knapp vor der nur 19 Sekunden langsameren Ruth Gavin aus der Westschweiz.

Von den 508 gestarteten Läuferinnen und Läufer erreichten 444 das Ziel bei der Gondelbahn Bergstation Scex Rouge.

Früh übt sich, wer hoch hinaus will

Auch 97 Buben und Mädchen gingen an den Start: Der lauffreudige Nachwuchs im Alter von 5 bis 16 Jahren mass sich auf zwei Stecken von 770 Meter und 1200 Metern Länge. «Dieses Rennen organisieren wir in Zusammenarbeit mit dem Skiklub Gstaad. Für uns ist wichtig, auch den Kleinsten die Freude am Laufsport zu vermitteln», erklärte Glacier 3000 Run-OK-Präsident Bernhard Tschannen das Engagement für die Jugend.

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