Aktualisiert 16.02.2005 15:47

Winterstürme fegen über Europa

Schneechaos in Österreich und Tschechien, Überschwemmungen in Bulgarien: Der Winter hat Teile Europas weiter fest im Griff.

In Bulgarien sind nach der Schneeschmelze und heftigen Regenfällen bis zum Mittwoch viele Flüsse über die Ufer getreten. 240 Ortschaften waren ohne Strom, 42 ohne Leitungswasser und 12 ohne Telefonverbindung, teilte der Krisenstab der Regierung in Sofia mit.

In der Stadt Elena in Mittelbulgarien seien der Bahnhof, eine Glasfabrik und ein Stadtteil überschwemmt worden. Menschen kamen offenbar nicht zu schaden. Besonders betroffen von der Flutwelle war der Südosten des Balkanlandes, wo der Stausee «Studen Kladenez» bei Kardschali übergelaufen ist.

Schwere Verkehrsbehinderungen

In Deutschland verursachten Schnee und Eis erneut vor allem in Süddeutschland chaotische Verkehrsverhältnisse. Bei glättebedingten Unfällen gab es mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte. Am Münchner Flughafen wurden wegen starker Schneefälle 270 Flüge gestrichen. Viele andere waren verspätet.

Auch in Österreich führten heftige Schneefälle zu einem Verkehrschaos. Die Lawinengefahr blieb in weiten Teilen der Alpen gross, wie die Behörden meldeten. Eine Entspannung der Situation in den nächsten Tagen ist nach Expertenmeinung nicht zu erwarten.

Nicht ohne Schneeketten

Verkehrsprobleme gab es auch in Tschechien, nachdem bis zu 35 Zentimeter Neuschnee gefallen waren. Es kam zu mehreren Auffahrunfällen, die aber glimpflich verliefen. Der internationale Flughafen Prag-Ruzyne musste wegen Schneeverwehungen und schlechter Sicht für mehrere Stunden geschlossen werden.

Ohne Schneeketten seien weite Teile des Landes kaum befahrbar, sagte ein Sprecher der Polizei. Er sprach von der «bisher schlimmsten Situation dieses Winters».

Auch im mittelfranzösischen Zentralmassiv führte kräftiger Schneefall zu starken Verkehrsbehinderungen.

(sda)

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