Aktualisiert 05.02.2017 08:53

Bis 128 km/hWintersturm bringt Orkanböen in den Bergen

Am Samstag ist ein Tief knapp nördlich von uns vorbeigezogen und hat vielerorts Sturmböen und auf den Bergen teilweise Orkanböen gebracht. Die stärksten Winde sind nun vorbei.

Erste Anzeichen von kräftigem Wind: Dachterrasse in Zürich am frühen Samstagabend (4. Februar 2017, Video: 20 Minuten).

Ein Wintersturm ist am späten Samstagnachmittag und -abend über die Schweiz gefegt. Erhöhten Lagen brachte er vereinzelt Orkanböen.

Auf dem Bantiger BE und Les Diablerets VD wurden Windspitzen von 128 Kilometern pro Stunde gemessen, wie der Wetterdienst MeteoNews mitteilte.

Dem Säntis bescherte der Sturm Böen von 127 km/h, dem La Dôle VD von 126 Kilometer pro Stunde. Alle diese Stationen verzeichneten somit Orkanböen. Davon Sprechen Meteorologen, wenn die Windgeschwindigkeit 118 Kilometer pro Stunde überschreitet.

Böen bis 109 km/h im Flachland

Im Flachland war der Wind ebenfalls deutlich zu spüren. Am stärksten war der Wind dabei in tieferen Lagen auf dem Zürichberg mit 109 km/h.

Grössere Schäden sind bei solchen Windgeschwindigkeiten nicht zu erwarten, schreibt MeteoNews. Die stärksten Winde seien nun vorbei, der Sturm flaue ab, und die Lage beruhige sich aus Westen langsam.

Das Wetter in Bildern:

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Fussgänger in Bern versuchen sich mit Schirmen vor Regen und starkem Wind zu schützen (4. Februar 2017).

Fussgänger in Bern versuchen sich mit Schirmen vor Regen und starkem Wind zu schützen (4. Februar 2017).

Keystone/Salvatore di Nolfi
Die Schweizer Flagge flattert im Wind.

Die Schweizer Flagge flattert im Wind.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Sonnenstrahlen durchbrechen dunkle Wolken über dem Genfersee, im Hintergrund ist die Jurahöhe zu sehen (4. Februar 2017).

Sonnenstrahlen durchbrechen dunkle Wolken über dem Genfersee, im Hintergrund ist die Jurahöhe zu sehen (4. Februar 2017).

Keystone/Laurent Gillieron

250'000 Haushalte in Südwestfrankreich ohne Strom

Frankreich wurde bereits vom Sturm heimgesucht. Über der südwestlichen Atlantikküste wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Stundenkilometern gemessen. Nach Angaben der Behörden waren 250'000 Haushalte wegen des Unwetters ohne Strom.

Die Feuerwehr musste in der Nacht zum Samstag mehr als 140 Mal ausrücken, meist um umgeknickte Bäume zu beseitigen und sich um beschädigte Stromleitungen zu kümmern.

Am frühen Samstagabend war der aufkommende Wind in Zürich deutlich zu spüren:

Sturm 2

(20 Minuten/sda)

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