Fuss- und Veloverkehr fördern - «Kaum Verlangsamung» – Winterthur plant Tempo 30 auf fast allen Strassen
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Fuss- und Veloverkehr fördern«Kaum Verlangsamung» – Winterthur plant Tempo 30 auf fast allen Strassen

Der Winterthurer Stadtrat hat eine Planungsgrundlage verabschiedet. Nur noch auf Teilstrecken mit Umfahrungscharakter soll Tempo 50 oder 60 möglich sein.

von
Thomas Mathis
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Tempo 30 soll auf den Winterthurer Strassen bald Normalität sein.

Tempo 30 soll auf den Winterthurer Strassen bald Normalität sein.

Karina Romer
Eine Höchstgeschwindigkeit von 50 oder 60 soll nur noch auf Teilstrecken mit Umfahrungscharakter möglich sein.

Eine Höchstgeschwindigkeit von 50 oder 60 soll nur noch auf Teilstrecken mit Umfahrungscharakter möglich sein.

Tamedia/Madeleine Schoder
In Wohnquartieren soll das Tempo von 30 auf 20 gesenkt werden.

In Wohnquartieren soll das Tempo von 30 auf 20 gesenkt werden.

Tamedia/Francisco Carrascosa

Darum gehts

  • Der Winterthurer Stadtrat will fast flächendeckend Tempo 30 einführen.

  • Nur auf Teilstrecken mit Umfahrungscharakter ist demnach noch Tempo 50 und 60 möglich.

  • In Wohnquartieren soll die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 20 gesenkt werden.

In zwanzig Jahren soll auf fast allen Strassen in Winterthur Tempo 30 gelten. Das hat der Winterthurer Stadtrat am Dienstag mitgeteilt. Er hat die entsprechende Planungsgrundlage verabschiedet. Diese soll Schritt für Schritt eine neue Verkehrskultur in der Stadt einführen. Gefördert werden sollen neben öffentlichem Verkehr insbesondere der Fuss- und Veloverkehr.

Das bringe mehr Sicherheit, reduziere die Lärm- und Umweltbelastungen und ermögliche, die Siedlungen zu verdichten. Der motorisierte Verkehr werde aufgrund des gleichmässigeren Flusses kaum verlangsamt. Zudem führe es zu attraktiveren Strassenräumen und Plätzen.

Tempo 20 in Wohnquartieren

Die ersten Massnahmen werden schnell umgesetzt, heisst es. Sie betreffen jene Orte, an denen besonders viele Menschen zusammenkommen – also Altstadt und Quartierzentren. Bis 2025 sollen die 30er-Zonen dort umgesetzt sein. Danach sollen die Strassen mit einer hohen Bebauungsdichte rund um die Zentren folgen. Auf Teilstrecken mit Umfahrungscharakter hingegen soll weiterhin Tempo 50 und 60 möglich sein.

In den Wohnquartieren ist es das Ziel, die Höchstgeschwindigkeit nochmals zu senken. Auch auf kommunalen Erschliessungsstrassen ohne Verbindungsfunktion soll Tempo 20 möglich sein. Beim öffentlichen Verkehr sollen die «geringen Verluste» bei den Reisezeiten durch Beschleunigungsmassnahmen an Lichtsignalen, mit eigenen Busspuren oder Fahrbahnhaltestellen wettgemacht werden.

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