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SchulweghilfenWinterthur spart bei der Sicherheit für Kinder

Mit dem Verzicht auf Schulweghilfen spart die Stadt Winterthur jährlich 150'000 Franken. Eltern reagieren darauf mit einer Petition.

Seit die Stadt Winterthur auf Schulweghilfen verzichtet, müssen vermehrt Eltern ihre Kinder zum Chindsgi und zur Schule begleiten.

Seit die Stadt Winterthur auf Schulweghilfen verzichtet, müssen vermehrt Eltern ihre Kinder zum Chindsgi und zur Schule begleiten.

Johanna Bossart / Der Landbote

Um jährlich 150'000 Franken zu sparen, verzichtet die Stadt Winterthur seit den vergangenen Sportferien an den meisten Übergängen auf eine Schulweghilfe, die Kinder beim Überqueren von Strassen unterstützt. Dies stiess dem Elternrat Rebwiesen (Töss) sauer auf, weshalb er eine Petition lanciert hat, wie «Der Landbote» schreibt.

Diese beschäftigt sich mit einem Übergang an der Schlosstalstrasse, den täglich rund 5000 Autos passieren. Der Elternrat fordert entweder die Installation einer Lichtsignalanlage, die Beibehaltung der Schulweghilfe oder die Umsetzung von anderen baulichen Massnahmen. Mit knapp 1000 Unterschriften wurde die Petition eingereicht.

Beurteilung anhand einer Checkliste

Die Antwort von Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) ist ernüchternd für den Elternrat: Man verstehe die Anliegen der Eltern, doch man werde nicht auf die Forderungen eingehen. Die Stadtpolizei Winterthur habe den Chef Schulinstruktion der Stadtpolizei Zürich beigezogen. Dieser sei anhand einer Checkliste der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) zum Schluss gekommen, dass keine Massnahmen notwendig seien.

Der Präsident des Elternrats Rebwiesen, Marc Wyler, will diese Antwort nicht akzeptieren, wie er gegenüber dem «Landboten» sagt. Er zweifelt an der Unabhängigkeit der Überprüfung, da die Aufgabe von einem Polizisten an einen anderen Polizisten weitergegeben wurde. Des Weiteren sei nur die Gefährlichkeit des Schulwegs, nicht aber die Person, die diesen gehen muss, beachtet worden.

Stadtrat berät über weiteres Vorgehen

Dass der Übergang normenkonform sei, glaubt Wyler, er könne sich aber nicht vorstellen, dass ein 4-jähriges Kind diesen bewältigen kann – zum selben Schluss komme auch ein Forschungsprojekt des Bundesamts für Strassen.

Der Elternrat hat nun eine neue Beschwerde bei Stadträtin Günthard-Maier eingereicht und fordert eine neue, objektive Beurteilung der Situation. (20 Minuten)

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