Winterthur will keine Sozialschnüffler
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Winterthur will keine Sozialschnüffler

Der Winterthurer Gemeinderat will möglichen Sozialhilfemissbrauch durch kompetente Fachleute überprüfen lassen- noch bevor Zahlungen erfolgen. Von Solzialdetektiven hält er nichts.

Den Einsatz von Sozialdetektiven wollten SVP-Gemeinderätin Natalie Rickli und ihre FDP-Kollegin Ruth Werren mit einer dringlich erklärten Interpellation durchsetzen. Doch die grosse Mehrheit des Gemeinderates bevorzugt die Massnahmen des Stadtrates.

Demnach soll wie bisher ein Netzwerk von kombinierten Massnahmen einen effizienten Mitteleinsatz sichern und Missbrauch verhindern. Das Schwellenprojekt Passage, ein einmonatiges Arbeitprojekt, erhöht die Eingangsschwelle zur Aufnahme der Sozialhilfe. Die Revisionsstelle überprüft die Dossiers.

Bei Verdacht auf Missbrauch nimmt die Fürsorgebehörde selbst vermehrt Kontrollfunktionen wahr beziehungsweise geben die fallführenden Sozialarbeitenden Aufklärungsaufträge an die Stadtpolizei. Die Interpellation wurde als erledigt abgeschrieben.

Die Wahl in die Fürsorgebehörde und in die Vormundschaftsbehörde für die Amtsdauer 2006 bis 2010 erfolgte einvernehmlich. Bei der Ernennung der Delegierten in den Zweckverband Regionalplanung Winterthur und Umgebung, RWU, kam es bei der Kandidatur für den dritten Sitz zu einem Kampf zwischen dem Vertreter der CVP, Gemeinderat Werner Schurter, und demjenigen der SVP, alt Gemeinderat Markus Böni.

Bei 57 anwesenden Ratsmitgliedern wurde schliesslich Werner Schurter mit 42 Stimmen gewählt. Auf Markus Böni entfielen 16 Stimmen. Peter Rüttimann (FDP) wurde mit 48 Stimmen, Hedi Strahm (SP) mit 43 Stimmen gewählt.

(sda)

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