Winterthurer Altstadt wird neu vermessen
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Winterthurer Altstadt wird neu vermessen

Zusammen mit den Daten der übrigen Stadtteile, die zur Zeit erhoben werden, liegt dann ein einheitliches Vermessungswerk vor, das den heutigen Qualitätsanforderungen genügt.

Die heutige Vermessung des Altstadtkerns geht auf Erhebungen in den Jahren 1880-1888 zurück. Die so genannte Schleich-Vermessung wurde unter der Regie des damaligen Stadtingenieurs Heinrich Schleich (1840-1911) durchgeführt und wurde seither mehrmals überarbeitet, wie der städtische Informationsdienst am Dienstag mitteilte.

Auch wenn im Altstadtkern vieles über die Jahrhunderte unverändert geblieben ist, müssen Anpassungen vorgenommen und Ungenauigkeiten berichtigt werden. Vor allem die Innenhöfe nehmen die Vermesser unter die Lupe, wie Daniel Kofmel, Leiter des Vermessungsamtes, auf Anfrage sagte.

Dabei gehe es vor allem um das exakte Festhalten der Grenzpunkte von Grundstücksparzellen. Die Fachleute arbeiten mit modernen Feldmessungsgeräten und nehmen, wo möglich, satellitengestützte Messungen vor.

Rund ein Drittel der Daten ungenügend

Kofmel schätzt, dass rund ein Drittel der alten Daten «den Anforderungen an eine moderne amtliche Vermessung nicht genügen». Man könne aber nicht im voraus sagen, welche Angaben stimmten und welche nicht.

Die Vermessungsarbeiten beginnen im Mai und dürften Ende 2008 abgeschlossen sein. Im übrigen Stadtgebiet wird seit 1999 vermessen. Diese Erhebungen werden demnächst abgeschlossen und laut Kofmel Ende Juni dem Kanton abgeliefert.

Ab 2009 wird also Winterthur über ein einheitliches Vermessungswerk verfügen, das für die ganze Stadt gilt. Die Einheitlichkeit vereinfache dann den Unterhalt und erhöhe die Rechtssicherheit, erklärte Kofmel. Aktualisiert werden die Angaben dann jeweils im Rahmen von Baubewilligungsverfahren.

(sda)

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