Winterthurer Igelstation: Dringend Nachfolge gesucht
Aktualisiert

Winterthurer Igelstation: Dringend Nachfolge gesucht

Seit fast
40 Jahren betreut Erika
Heller die Igelstation
Winterthur. Jetzt will sie
ihr Lebenswerk einer
Nachfolgerin übergeben,
doch die Zukunft ihrer
Station ist in Gefahr.

In Erika Hellers Igelstation herrscht derzeit Hochbetrieb: «Bis Ende Jahr erwarte ich bis zu 100 Jungigel», sagt die 68-Jährige. «Manche Igelmütter werfen so spät noch und gehen dann in den Winterschlaf.» Die verlassenen Jungen irren herum – der Verein Pro Igel mahnt jetzt mit seiner Plakatkampagne zu mehr Vorsicht im Verkehr. Auch abseits der Strassen droht den Igelkindern Gefahr: Sie erkranken, verhungern, erfrieren,wenn sie keinen Unterschlupf finden. Etwa in privaten Überwinterungsstationen.

Seit 1968 kümmert sich Erika Heller um die Igel: «Das ist ein 30- bis 60-Prozent-Job, je nach Saison.» Doch jetzt geht es ihr um den Fortbestand der Station: «Ewig kann ich das nicht mehr machen – ich werde ja nicht jünger.» Ein Aufruf im «Igel-Bulletin» brachte ihr zwar viel Solidarität, doch die Interessenten schreckten vor dem Aufwand zurück. Denn die Igel brauchen Zeit und Geld: «Der Betrieb kostet rund 15000 Franken im Jahr», sagt Heller. Trotzdem: «Ich hoffe weiter, dass ich mein Lebenswerk irgendwann in gute Hände übergeben kann.»

Adrian Schulthess

Igelstation Winterthur,

Telefon 052 233 17 18

Deine Meinung