Winti: Hochhaus-Besetzer hinterliessen Verwüstung
Aktualisiert

Winti: Hochhaus-Besetzer hinterliessen Verwüstung

Die Besetzer im Sulzer-Hochhaus sind gestern abgezogen. Zurück blieb Chaos und Verwüstung. Die Behörden sind empört.

«Die Zerstörung ist masslos und niederschmetternd», klagte Liegenschaftenbesitzer Bruno Stefanini gestern an einer Medienorientierung in Winterthur. Scheiben gingen in Bruch; überall Abfall, leere Flaschen und Bierdosen, versprayte Wände. «Eine verabscheuungswürdige Tat», bilanzierte Stadtrat Hans Hollenstein. Die Höhe des Sachschadens war gestern noch unklar. Laut Hollenstein wurden auch PCs gestohlen.

Rund 200 bis 300 Besetzer aus der linksautonomen Szene waren am Freitagabend in das leer stehende, 26-stöckige Hochhaus eingedrungen und veranstalteten übers Wochenende Partys und Konzerte. Die Aktion richtete sich gegen die Winterthurer Stadtplanung. Laut Polizeiangaben stammten die meisten Besetzer nicht aus dem Kanton Zürich, sondern aus anderen Kantonen. Für Sonntag 15 Uhr wurde der Abzug vereinbart. Kurz vorher verliessen die letzten 30 Personen das Hochhaus in einem Demo-Umzug.

Der Strafantrag gegen die Besetzer wird vorläufig aufrechterhalten. Stefanini wartet die Schadensbilanz ab. Zudem fordert er eine Zusicherung, dass das Hochhaus nicht erneut besetzt wird. Es werde noch in diesem Jahr saniert, hiess es.

Ale×s Král

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