Bach-Eventhallen: «Wir arbeiten seit zwei Jahren ehrenamtlich»

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Bach-Eventhallen«Wir arbeiten seit zwei Jahren ehrenamtlich»

Der Rekurs gegen den Holzpark im Hafen bedeutet für den Verein Shift Mode einen Rückschlag. Die Verantwortlichen denken jedoch nicht ans Aufgeben und träumen von einem Baubeginn im Herbst.

von
jd
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Vier multifunktionale, miteinander verbundene Gebäude sollen auf dem Migrol-Areal an der Uferstrasse gebaut werden. Versehen mit Holzfassaden und aus Recycling-Materialien gebaut.

Vier multifunktionale, miteinander verbundene Gebäude sollen auf dem Migrol-Areal an der Uferstrasse gebaut werden. Versehen mit Holzfassaden und aus Recycling-Materialien gebaut.

Atelier Schuwey
Darin wird nächstes Jahr auch die Kunstmesse Scope stattfinden, welche die Finanzierung des Projekts ermöglicht. Während zehn Monaten im Jahr stehen sie breiten Bevölkerungskreisen zur Nutzung zur Verfügung.

Darin wird nächstes Jahr auch die Kunstmesse Scope stattfinden, welche die Finanzierung des Projekts ermöglicht. Während zehn Monaten im Jahr stehen sie breiten Bevölkerungskreisen zur Nutzung zur Verfügung.

Atelier Schuwey
Die Verantwortung für das Areal wurde erst kürzlich dem Verein Shift Mode übertragen, der bis 2019 die Zwischennutzung darauf gestaltet. Dessen ursprüngliches Projekt (Bild) wird jetzt nur noch vorübergehend und in abgespeckter Form bis zur Fertigstellung des «Holzparks Klybeck» realisiert.

Die Verantwortung für das Areal wurde erst kürzlich dem Verein Shift Mode übertragen, der bis 2019 die Zwischennutzung darauf gestaltet. Dessen ursprüngliches Projekt (Bild) wird jetzt nur noch vorübergehend und in abgespeckter Form bis zur Fertigstellung des «Holzparks Klybeck» realisiert.

Shiftmode

Am Freitag kommunizierte die Wohngenossenschaft Klybeck, dass sie ihre Einsprache gegen drei geplante Eventhallen an der Uferstrasse vor das Verwaltungsgericht weiterziehen wird. Für den Verein Shift Mode ist der Rekurs eine weitere Geduldsprobe. «Es ist ein Herzensprojekt», sagt Katja Reichenstein, die den Verein mit ihrem Mann und Kollegen trägt und von der Stadt Basel den Zuschlag für die Zwischennutzung des brachliegenden Areals am Hafen erhalten hat.

Der Diskurs um den Bau von drei grossen Holzpavillons, die als multifunktionale Hallen bespielt werden können, sei zäh. Seit über einem Jahr sitze Shift Mode in den Startlöchern. Ob und wann der Spatenstich stattfinden könne, sei jedoch unklar. Trotzdem zeigt sich Reichenstein verständnisvoll: «Ich kann die Ängste und den Ärger der Gegner nachvollziehen. Die Diskussion wird aber auf dem Rücken der falschen Leute ausgetragen.» Dominiert würde die Diskussion von «langjährigen Enttäuschungen und Groll» von Seiten der WG Klybeck, die mit den Rekursen ein Zeichen gegen das System setzen wolle. «Diese Last müssen wir auf unseren Schultern tragen», beschreibt sie die momentane Situation.

Baustart im Herbst?

Den Gegenwind bekomme sie auch finanziell zu spüren. «Seit zwei Jahren arbeiten wir ehrenamtlich», so Reichenstein. Jeder Franken müsse zweimal umgedreht werden, um über die Runden zu kommen. «Wir erhalten bereits heute viele Anfragen von Institutionen und Menschen, die die Hallen gerne nutzen würden und für ihre Kunst ein Dach über dem Kopf suchen. Aber es steht nunmal noch nichts.»

Mit viel Optimismus und Galgenhumor werde Shift Mode auch diese Hürde meistern. «Wir lassen uns nicht von unseren Plänen abbringen. Im besten Fall können wir bereits diesen Herbst anfangen zu bauen», sagt Reichenstein bestimmt. Nun komme erst mal der Sommer und das Areal werde sich mit Menschen füllen, die Leben an die Uferstrasse und in den Hafen bringen werden. Die wolle man auf keinen Fall mit Baulärm belästigen. «Wir nehmen das alles gerne auf uns. Denn ein Grossteil schätzt das, was wir tun.»

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