Kino-Houdini-Chef: «Wir brennen darauf, wieder loslegen zu können»
Aktualisiert

Kino-Houdini-Chef«Wir brennen darauf, wieder loslegen zu können»

Das kurz nach der Eröffnung von einem Brand heimgesuchte Kino Houdini im Kreis 4 kann am 4. November den Betrieb wieder aufnehmen. Die Sanierung kostet rund 2,8 Millionen Franken.

von
rom

Mit einem grossen Fest feiert das Kino Houdini in der Kalkbreite-Überbauung am 4. November die Wiedereröffnung. In den Kinosälen werden an jenem Abend Kurzfilme gezeigt. Der reguläre Kinobetrieb startet dann am 5. November.

Das erst Mitte 2014 in der neuen Kalkbreite-Überbauung bezogene Kino war am 17. Februar von einem Brand heimgesucht worden. Bei den anschliessenden Aufräum- und Reinigungsarbeiten zeigte sich, dass man den Betrieb nicht so rasch wie erhofft wieder aufnehmen kann. «Insbesondere den Umfang der Rauch- und Hitzeschäden haben wir unterschätzt», sagt Frank Braun, Co-Geschäftsführer der Neugass Kino AG.

60'000 Eintritte im ersten halben Jahr

Die Bar mit Foyer und Lounge im Obergeschoss sowie die Erschliessungsräume mussten zwischen März und Ende Juli stufenweise in den Zustand des Rohbaus zurückgeführt werden. Auch die Kinotechnik in den fünf Sälen wurde durch den Brand respektive die Rauchentwicklung beeinträchtigt und musste ersetzt werden.

«Ich dachte es sein ein schlechter Scherz»

«Manchmal war es wirklich zermürbend – kaum war ein Problem aus der Welt geschafft, wartete dahinter noch ein Neues», sagt Braun. Trotzdem seien sie stets optimistisch geblieben. «Das sind wir dem Publikum, dass wir uns in der kurzen Zeit erarbeitet haben, schuldig.» Während des ersten halben Jahres von der Eröffnung bis zum Brand zählte das Houdini 60'000 Eintritte – laut Braun ein sehr guter Wert mit Blick auf die insgesamt 212 Sitzplätze.

Kabelbrand als Ursache

Kantons- und Stadtpolizei haben ihre Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen. Ein Kabelbrand im Bereich der Bar hatte das Feuer ausgelöst – ein Fremdverschulden liegt nicht vor. «Warum dieses Kabel genau gebrannt hat, lässt sich nicht mehr eruieren», sagt Braun. Letztlich habe man einfach Pech gehabt.

Die Schadensumme wird zurzeit auf rund 2,8 Millionen Franken geschätzt und ist versichert. Darin eingerechnet sind auch die Umsatzausfälle und die Löhne der Mitarbeiter. Gemäss Braun sind die meisten Angestellten dem Houdini treu geblieben und ab 4. November wieder im Einsatz. Mit einem Augenzwinkern meint er: «Wir brennen darauf, endlich wieder loslegen zu können.»

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