Auch ohne Symptome: Wir erkennen sofort, wer uns anstecken könnte
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Auch ohne SymptomeWir erkennen sofort, wer uns anstecken könnte

Der Mensch ist unglaublich: Schon zwei Stunden nachdem sich jemand etwas eingefangen hat, können andere das erkennen.

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Krankheitserreger sind klein, können dem menschlichen Körper aber ordentlich zusetzen.

Krankheitserreger sind klein, können dem menschlichen Körper aber ordentlich zusetzen.

iStockPobytov
Deshalb ist es wichtig, sich vor ihnen in Acht zu nehmen.

Deshalb ist es wichtig, sich vor ihnen in Acht zu nehmen.

iStock/Popartic
Leicht fällt das, wenn das Gegenüber bereits Krankheitssymptome zeigt. Doch dafür muss dieser die Erreger schon einige Zeit in sich tragen.

Leicht fällt das, wenn das Gegenüber bereits Krankheitssymptome zeigt. Doch dafür muss dieser die Erreger schon einige Zeit in sich tragen.

Flickr.com/ellebil1/CC BY 2.0

Wenn das Gegenüber hustet, schnieft und röchelt, ist die Sache klar: Es besteht Ansteckungsgefahr. Doch wie sieht es aus, wenn die Symptome noch nicht sichtbar sind?

Um das herauszufinden, haben Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen das Immunsystem von 22 Männer und Frauen mit einer nicht schädlichen Dosis Bakterien in Alarmbereitschaft versetzt. Die Mitglieder der Kontrollgruppe erhielten eine harmlose Salzlösung.

Anschliessend wurden alle Teilnehmer fotografiert. Zudem wurden von ihren Kleidern Geruchsproben genommen. Die Fotos und Proben wurden dann 30 Probanden zur Bewertung vorgelegt, die sich währenddessen im Magnetresonanztomographen (MRT) befanden.

Auf den ersten Blick

Die Auswertung zeigte, dass die Betrachter schon nach einem kurzen Augenblick sagen konnten, wer krank und wer gesund war. So wurden kränkliche Probanden beispielsweise häufiger als weniger gesund aussehend, als weniger sympathisch und attraktiv bewertet.

Auch die MRT-Scans waren aufschlussreich, wie das Team um Christina Regenbogen in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» schreibt. Demnach wurden beim Anblick kränklicher Gesichter bestimmte Hirnareale stärker aktiviert. Analog dazu arbeiteten bei der Geruchsbewertung bestimmte Areale stärker, wenn sie die Duftproben der Infizierten verarbeiteten.

Bakterienschleuder-Detektor

Offenbar können Menschen ein frisch erkranktes Gegenüber schon kurz nach der Infektion identifizieren. Und das umso besser, je mehr subtile Eindrücke zusammenkommen – also etwa eine ungesunde Gesichtsfarbe und ein kränklicher Geruch.

Menschen verfügen demnach über ein Sensorium für Krankheiten und können es im Falle eines Falles nutzen, beispielsweise um die Bakterien- oder Virenschleudern vorübergehend zu meiden.

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